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Konstellation Saturn/Neptun


Abstraktes Prinzip

Aufhebung der Trennung zwischen dem Subjektiven und dem Wirklichen, damit die Identifikation mit der spirituellen, wirklichen Welt. Auflösung der Grenzen.


Erlebensform

In der Erlebensform dieser Konstellation geht es um Aufrichtigkeit, Feinfühligkeit und Sensibilität. Man hat den Mut, sich in seiner Zartheit und Sensibilität zu zeigen. Man ist ohne Angst, angegriffen zu werden, weil man vielleicht anders ist als andere oder andere Bedürfnisse hat und so aus der Norm herausfällt. Man steht mutig zu seinem So-Sein ohne Wenn und Aber. Schuldgefühl ist unbekannt.

Erleidensform

In der Erleidensform dieser Konstellation finden wir oft Menschen, die ausgestattet mit einer starken Sensibilität und Sensitivität alles erfühlen können. Sie gelangen mit ihrer Empfindung „wie durch Türen aus Rauch“ in Anderwelten und in die Welten anderer Menschen, in denen sie sich verlieren. Die Grenzziehung zwischen sich selbst und seiner eigenen Subjektivität und dem Gegenüber fällt schwer bzw. ist gar nicht möglich, da diese Trennung des Subjektiven wie aufgelöst erscheint. Diese Form der seelischen Identifikation mit der allgemeinen Welt oder der Welt der Anderen führt zu einer wenig oder gar nicht ausgeprägten eigenen subjektiven Welt, die sich zwar von den Bildern und Inhalten der anderen Welten füllen lässt, weil keine wirklich eigene Subjektivität und persönliche Eigenart vorhanden ist, aber die keine wirklichen eigenen persönlichen Inhalte aufweist. Man zeigt wenig Kontur oder eigenes persönliches Profil, sondern erscheint für seine Umwelt als unscheinbar, unauffällig und ohne Ecken und Kanten. Man wird übersehen, schlichtweg manchmal einfach gar nicht wahrgenommen wie als wenn es einen Schleier der Unsichtbarkeit um einen herum geben würde. Diese wenig ausgeprägte Subjektivität findet häufig dann sogar auf der körperlichen Ebene seinen Niederschlag: Beim Aufwachsen erscheint die körperliche Entwicklung verspätet: Verspätete Pubertät, Schwierigkeiten, geschlechtsspezifische Merkmale deutlich auszubilden und im Allgemeinen wird man in der Regel vom Alter her für jünger geschätzt, als man in Wirklichkeit ist. Man scheint sich nicht wie andere Menschen „abzunutzen“ und damit typische Alterserscheinungen zu zeigen, sondern lebt wie in einer Art zeitlosen Wolke, die auch körperliche Alterungsprozesse sich weniger ausprägen lässt. Beim persönlichen Ausdruck scheint also sogar die Zeit (Saturn) stehengeblieben oder aufgehoben worden zu sein (Neptun).

Es besteht eine Anästhesie des eigenen inneren Erlebens und eine starke Betäubung der persönlichen Eigenart, was tatsächlich sogar so weit gehen kann, dass sogar körpereigene Betäubungsstoffe (Endorphine) in die Blutbahn abgesondert werden. Die Angst vor der eigenen Identität kann so groß sein, dass man im persönlichen Umgang mit anderen Menschen um jeden Preis „in Deckung“ geht. Man hält sich mit seinem persönlichen Ausdruck stark zurück, zeigt sich nicht, versteckt sich bisweilen, sagt nicht alles von sich und öffnet sich erst spät oder gar nicht seinem Gegenüber. Es besteht hier die deutliche Angst, angegriffen, verletzt oder geschädigt zu werden, wenn man sich so zeigt, wie man wirklich ist. Diese Angst sich zu zeigen und als Person bloßgestellt zu werden ist oft gekoppelt mit Bedrohungsgefühlen durch die eigene Umwelt bis hin zur Angst vor Auseinandersetzungen und Konflikten, die man versucht zu vermeiden. Folgerichtig fehlt oft die eigene Aggression. Diese Aggressionslosigkeit hat allerdings auch psychosomatische Folgen: Es besteht ein deutlich höhere Tendenz zu Krebs-Geschehen. Krebs ist im Grunde der Ausdruck einer verdrängten Aggression. Die Aggression wird nicht mehr nach außen ausgelebt, sondern nach innen verkehrt und richtet sich damit im eigenen Inneren als Krebs gegen sich selbst. Die Erfahrung zeigt, dass Krebs-Patienten häufig sehr angepasste, brave, für die Umwelt angenehme und pflegeleichte Menschen sind, weil sie viel von sich zurückhalten oder anderen auch nicht zumuten. Sie schlucken ihre Aggressionen wortwörtlich herunter und diese Aggressionen toben sich dann auf der körperlichen Ebene als Krebs aus. Die Umkehr dieser Wirkungsrichtung von innen nach außen kann, das Wieder-Ausleben der Aggression nach außen stellt in der Regel eine Heilung des Krebsgeschehens dar.

Man geht also lieber in die Versenkung oder vernebelt seine Eigenarten. Oft werden auch eigene Qualitäten wie ein Licht unter der Scheffel gestellt oder man lässt anderen den Vortritt, obwohl man besser für eine Aufgabe geeignet wäre. Es ist eine gewisse Selbstlosigkeit zu beobachten, man bittet für sich selbst um nichts. Dies tritt auch oft in Koppelung mit einem Mangel an Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen auf.

Es bestehen folgerichtig häufig vielerlei Ängste. Die persönliche Angst vor Untergang, da man sich selbst in seiner Person sehr zurücknimmt wie auch die Angst vor seiner Umwelt und die damit einhergehenden Bedrohungsgefühle sind vorherrschend und bringen damit viele andere, konkrete Ängste mit sich, wie z.B. die Angst vor Schule, Strafe, Konflikten, Aggressionen und vor anderen Menschen, etc. Es kommt dadurch auch zu einer Abneigung gegen Gesellschaft und zu Argwohn, Misstrauen und zur Zurückgezogenheit von anderen Menschen. Es ist in diesem Zusammenhang oft Schweigsamkeit oder Schüchternheit vorhanden. Die Tendenz, die sich hierdurch ergibt ist deutlich: Man zieht sich zurück in seine eigene heile Welt oder auf seine persönliche, seelische Insel. Diese kann in Phantasiewelten, imaginären Spielwiesen und Spielwelten, in weltabgewandten Hobbys oder der Flucht in Computerwelten bestehen, wo man sich nur wenig seelisch auseinandersetzen muss oder aber auch selbst kontrollieren kann, was geschieht. Auch Süchte sind in diesem Zusammenhang zu beobachten. In der Gestaltung des realen äußeren Lebens ist man versucht, sich alles seelisch reibungslos einzurichten: Es werden Berufe gewählt, in denen man seelisch schlafen kann oder in denen nur wenig Außenkontakte notwendig sind. Man legt sich eine kühle, glatte „Außenfassade“ zu wie z.B. einen distinguierten Habitus oder schlüpft in Rollen, die allgemein akzeptiert und nicht in Frage gestellt werden.

Wenn im persönlichen mitmenschlichen Bereich doch einmal so etwas wie Sicherheit, Vertrauen und Zutrauen entsteht, so entwickelt sich ein sehr starkes Mitgefühl und ein mitleidendes Wesen, was sich z. B. auch in einer ausgeprägten Tierliebe zeigen kann. Diese Emotionen sind aber auch starken Schwankungen unterworfen und können auch in Launenhaftigkeit, Traurigkeit, Depressionen bis hin zur Gefühllosigkeit abgleiten.

Emotional besteht eine extrem stark ausgeprägte Sensibilität und Feinheit der Wahrnehmungen. Man ist extrem leicht beeindruckbar und für jede Art Außeneinfluss empfänglich und nachgiebig. Das Fühlen fällt ins Bodenlose und kann in seiner Identifikation ganze Welten umfassen – die Welten der Anderen, die Welten dessen, was man von außen wahrnimmt und in die man regelrecht eintauchen und versinken kann. Die Grenzziehung zwischen sich und seiner nur wenig ausgeprägten Subjektivität und der Subjektivität der Anderen, der Gegenwelt oder teilweise auch von Gegenständen, Naturbetrachtungen oder Namen, Orten und Umständen ist wenig oder gar nicht ausgeprägt – die Grenze ist aufgelöst, aufgehoben bzw. verschwimmt wie im Rauch. Dadurch nimmt man alles Andere wie wenn es das Eigene wäre, in sich auf und identifiziert sich mit ihm, denn eigene persönliche Eigenart ist ja nur wenig ausgeprägt oder vorhanden. Wie ein Schwamm saugt man alle Außeneinflüsse in sich auf.

Diese fehlende Eigenart bzw. mangelnde subjektive Kontur hat auch seine Ursache: Es besteht die Angst, sich durch das Ausleben seiner Eigenart schuldig zu machen, so dass man diese Eigenart verhindert, wo es nur geht.

Der Grund für diese Empfindung von Schuld kann in verschiedenen Auslösern seine Ursache haben. Die erste Möglichkeit sind strenge Erziehungsmaßstäbe des Elternhauses, die das Naturell des Kindes bereits früh unterbinden. Sittliche, moralische oder religiöse Maßstäbe werden vorherrschend und drängen damit die aufkeimende Subjektivität des Kinds vollkommen zurück. Eine weitere Möglichkeit ist es, wenn man vom Elternhaus eine Schuld eingeredet bekommt, beispielsweise die Schuld für die Misere der Eltern oder eines Elternteils: „Wenn du nicht geboren worden wärst, dann ginge es uns besser...“ oder wenn die Schuld für das Unglück eines anderen einem selbst als Schuld angelastet wurde, z.B. eines gestorbenen Geschwisterteils, während man selbst am Leben geblieben ist. Dritte Möglichkeit ist die Zugehörigkeit zu einer verdrängten sozialen Minderheit, so dass man als Kind von politisch, sozialen, religiösen oder rassischen Außenseitergruppen aufwächst und damit stets als schwarzes Schaf in der Herde keine Daseinsberechtigung zu haben scheint und man sich schuldig fühlt und dann versucht, sich zu tarnen oder in Deckung zu gehen, um möglichst wenig Eigenart zu zeigen. Es entwickelt sich eine Abneigung dagegen aufzufallen.

Auf der geistigen Ebene zeigt sich häufig mangelnde Aufmerksamkeit für das, was um einen herum vor sich geht und dies führt zu Tagträumerei und einer ausgeprägten Phantasie. Weiterhin ist zu beobachten, dass Geistesabwesenheit, Gedächtnisschwäche, Konzentrationsschwierigkeiten, Zerstreuung und Vergesslichkeit bis hin zu geistiger Trägheit, Benommenheit, Stumpfheit und Bewusstlosigkeit auftreten können. Gleichzeitig ist aber auch zu beobachten, dass versucht wird, diese „Nachlässigkeit“ im Geistigen mit Gewissenhaftigkeit, Sorgfalt, Ausdauer bis hin zu Ernsthaftigkeit und Starrsinn zu kompensieren. Auch können manische Züge mit Phasen der Niedergeschlagenheit abwechseln.

Saturn/Neptun hat oft auch mit Konkurs-Situationen auf der äußeren Ebene zu tun, hier insbesondere als Transit oder Auslösung. Dies beruht in der Regel auf der unrealistischen Einschätzung äußerer Vorgänge, was in Bezug auf Finanzangelegenheiten oft zu Verlust oder sogar Konkurs führen kann.

Bei den Nationen haben Irland und evtl. Polen eine starke Affinität zu dieser Konstellation, in denen auch der Katholizismus einen starken Stellenwert haben.

Körperliche Ebene


Arzneimittel

Homöopathie: Barium-Salze, Cadmiums, Carcinosinum, Graphites, Helleborus niger, Kreosotum, Opium, Strontium-Salze, Thuja

Schüsslersalze: Calcium sulfuricum, Kalium sulfuricum, Natrium sulfuricum, Silicea, Manganum sulfuricum, Kalium alum.--sulf., Calcium sulfuratum, Selenium, Kalium bichromicum

Bachblüten: Clematis

Repertorium: SA/NE (67 Arzneien)

ADAMAS, ALLIUM CEPA, ALLIUM SATIVUM, ALOE, alumen , Ambra grisea , AMMONIUM CARBONICUM, Ammonium muriaticum , ARGENTUM METALLICUM, ARNICA, BARIUM CARBONICUM, cacao , cadmium metallicum , CALCIUM STIBIATO-SULFURATUM (18), CALCIUM SULFURICUM (12), CARBO ANIMALIS, CARBO MINERALIS, Carbo umbra , CARBO VEGETABILIS, CARCINOSINUM, CAUSTICUM, cerium metallicum , Cinnabaris , Cistus incanus , CLEMATIS, colocynthis , Echinacea , ELAPS CORALLINUS, erbium metallicum , GENTIANA AMARELLA, Graphites , HELLEBORUS NIGER, Helonias , Hepar sulfuris , Hypericum , ILEX AQUIFOLIUM, Juglans regia , KALIUM ALUMINIUM-SULFURICUM (20), KALIUM BICHROMICUM (27), KALIUM SULFURICUM (6), KREOSOTUM, MALVA SYLVESTRIS, MANDRAGORA, MANGANUM SULFURICUM (17), Naja tripudians , Narcissus poeticus , NATRIUM SULFURICUM (10), Opium , Pinus cembra , PINUS SYLVESTRIS, praseodymium metallicum , RHODODENDRON, Rosa canina , SALICYLICUM ACIDUM, SALIX VITELLINA, samarium metallicum , Sarsaparilla , SELENIUM (26), SILICEA (11), stramonium , Strontium carbonicum , Taxus baccata , terbium muriaticum , THUJA , thulium metallicum , Tussilago petasites , Vipera berus ,

+MA (MA/SA/NE) - 36: ALL-C., ALL-S., ALOE., alumn. , ARN., cac. , cadm-met. , CALC-ST-S., CALC-S., Cinnb. , Cist-inc. , coloc. , Echi. , ELAPS., GENT-AM., Graph. , Hep. , Hyper. , ILX-A., Jug-r. , KALI-AL-S., KALI-S., KREOS., MAND., MANG-S., NAT-S., Op. , Pin-cemb. , PIN-SYL., pras-met. , RHOD., Ros-ca. , SAL-AC., Sars. , stram. , Tus-p. ,

+VE (VE/SA/NE) - 42: ADAM., ALOE., alumn. , Ambr. , AM-C., BAR-C., cac. , cadm-met. , CALC-ST-S., CALC-S., CARB-AN., CARB-MI., Carb-um. , CARB-V., CAUST., cer-met. , Cist-inc. , CLEM., coloc. , Graph. , Hep. , Hyper. , Jug-r. , KALI-AL-S., KALI-BI., KALI-S., MALVA-S., MANG-S., Naja. , Narc-po. , Op. , Pin-cemb. , RHOD., Ros-ca. , SEL., SIL., Tax. , terb-m. , THUJ. , thul-met. , Tus-p. , Vip. ,

+ME (ME/SA/NE) - 17: ALL-C., ALL-S., Am-m. , cer-met. , Echi. , ELAPS., erb-met. , Helon. , ILX-A., MALVA-S., Narc-po. , NAT-S., pras-met. , SAL-V., Sars. , SEL., terb-m. ,

+MO (MO/SA/NE) - 27: ALL-C., Ambr. , ARG-MET., BAR-C., cac. , cadm-met. , CALC-ST-S., CALC-S., CARB-AN., CLEM., coloc. , Echi. , ELAPS., GENT-AM., Hep. , Hyper. , KREOS., MALVA-S., Naja. , Ros-ca. , SEL., SIL., stram. , Stront-c. , Tax. , thul-met. , Tus-p. ,

+SO (SO/SA/NE) - 16: CARC., DD: ADAM., ARN., CARB-MI., CARC., CAUST., Echi. , Helon. , Hyper. , KALI-BI., Naja. , Pin-cemb. , PIN-SYL., RHOD., sam-met. , terb-m. , Vip. ,

+CH (CH/SA/NE) - 18: ALOE., alumn. , cac. , cer-met. , Cist-inc. , coloc. , erb-met. , GENT-AM., KALI-AL-S., KALI-BI., pras-met. , RHOD., sam-met. , SEL., stram. , terb-m. , thul-met. , Tus-p. ,

+AO (AO/SA/NE) - 9: cer-met. , Cist-inc. , coloc. , erb-met. , Naja. , pras-met. , sam-met. , terb-m. , thul-met. ,

+PL (PL/SA/NE) - 46: HELL., DD: ADAM., ALL-C., ALL-S., ALOE., Ambr. , AM-C., Am-m. , ARG-MET., cadm-met. , CALC-ST-S., CARB-MI., Carb-um. , cer-met. , Cinnb. , Cist-inc. , coloc. , Echi. , ELAPS., erb-met. , Graph. , HELL., Helon. , Hyper. , ILX-A., Jug-r. , KALI-BI., MAND., MANG-S., Naja. , Narc-po. , Op. , pras-met. , RHOD., Ros-ca. , SAL-V., sam-met. , Sars. , SEL., stram. , Stront-c. , Tax. , terb-m. , THUJ. , thul-met. , Tus-p. , Vip. ,

+JU (JU/SA/NE) - 10: alumn. , Ambr. , Cinnb. , Hep. , Jug-r. , KALI-AL-S., MALVA-S., Naja. , SIL., stram. ,

+UR (SA/UR/NE) - 26: AM-C., Am-m. , cac. , cadm-met. , CALC-ST-S., CARB-AN., CARB-MI., Carb-um. , CARB-V., CAUST., coloc. , Echi. , ELAPS., GENT-AM., Hyper. , Jug-r. , Pin-cemb. , PIN-SYL., pras-met. , RHOD., SAL-AC., SAL-V., Sars. , SIL., stram. , Vip. ,