Materia Medica Homöopathie Aurum metallicum

Aurum metallicum - Gold

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Aurum metallicum

Aurum metallicum, Aurum foliatum

Zitat: Zwei Juden vor der Klagemauer: "Oh, du gefürchtete Segensmauer, bewahrst und beschützt uns, aber wo ist der Tempel zu Jerusalem?" Antwort: "Der Tempel ist in deinem Herzen, nie im Außen."

Deutscher/Englischer/Französischer Arzneiname

Gold, Blattgold, Gold, Or

Aurum

to crus…on, Ð crusÒj (Griech: to chrüsion, ho chrüsos)

bhz (Sahav hebräisch, arabisch: dahab)

Chin [Gold] bzw. Jin bzw. Chin-Po [Blattgold] auf chinesisch

Pflanzen/Elementfamilie

In der sechsten Reihe des Periodensystems neben Platin und Mercurius in der neunten Nebengruppe unter Kupfer und Silber

Zubereitungsformen

Alchemistisch

Anthroposophische Planzentinktur

Homöopathisch

Inhaltsstoffe der Arznei - Botanik

Au - Gold

Thermische Eigenschaften TCM

unbekannt

Wirkrichtung TCM

unbekannt

Wirkung TCM

Gegen Chorea, Gelenkserkrankungen, Herz- und Lungenkrankheiten, bei Quecksilbervergiftung, gegen Furcht, Beruhigung des Geists

Muster nach der TCM

Wind-Leberkrankheiten

Geschmackseigenschaften

Scharf, giftig

Organwirkungen TCM

Schutz von Leber und Herz

Geschichte der Arznei

Das Wort Gold soll etymologisch von geolo = gelb kommen. Eine andere denkbar mögliche Erklärung des Worts Golds könnte in der sprachlichen Nähe der Worte Gold - Geld - Golt - Gelt - Gilt zu suchen sein. Demnach wäre hier eine Bedeutung von Gültigkeit gegeben, die andeutet, daß Gold, oft früher auch als Geld in Form von Goldmünzen verwendet, als ein Wert gilt, z.B. als Wert erbrachter Arbeit gegen den Austausch von Gütern und so eine Leistung dahinter „währt“. Im weitesten Sinne kann ein wesentlicher Aspekt des Lebens (nicht nur die Arbeit) durch das Gold eine Bedeutung geltend machen, so daß dieser innere Prozeß durch das äußere Gold oder Geld dokumentiert wird. Kommt es zu keiner äußeren Vergeltung des inneren Prozesses, steht die Goldtat umso präsenter in ihrer oft nicht direkt sichtbaren Bedeutung da.

Gold hat wie kein anderes Metall eine Königsstellung inne und wurde seit Urzeiten mit Reichtum, Königstum und der Qualität der Sonne assoziiert. Gold ist aufgrund seines Werts ein gesuchtes und begehrtes Metall.

Im Reich der Inkas zählte das Gold zu den heiligen Metallen und galt als das Metall des Sonnengottes, so wie es auch in der westlichen Astrologie als das Metall der Sonne gilt und die ägyptische Hieroglyphe für Gold und Sonne identisch ist. Die Spanier, die Südamerika eroberten, verfielen in einen regelrechten Goldrausch und eine Goldgier, die sie auch dazu veranlaßte, zu morden und zu plündern. In der Alchemie nimmt Gold eine besondere, zentrale Stellung ein. Der Alchemist ist landläufig dafür bekannt, daß er eine Transmutation von unedlen Stoffen wie z.B. Blei in Gold durch den Stein der Weisen durchzuführen versucht. Dies kann durchaus auch so verstanden werden, als daß der Alchemist eine innere Veredelung zum Goldmenschen anstrebt.

In der Homöopathie führte Hahnemann das homöopathische Arzneimittel des Golds ein. Er berief sich dabei auf arabische Ärzte, die Goldpulver gegen Melancholie, Schwermütigkeit, Herzschwäche, Herzschmerzen, Herzklopfen, Haarausfall und Schwäche der Augen verschrieben, während viele andere Autoritäten Gold für medizinisch unwirksam hielten, meistens schon aus theoretischen Gründen. Hahnemann fand Gold insbesondere wirksam bei melancholischen „Personen, die mit Selbsttötung sehr ernstlich umgingen“ als Heilmittel.

Chemisch hat Gold eine außerordentliche hohe Beständigkeit. Weder Säuren noch Basen wirken auf das Metall ein. Lediglich Königswasser (ein Gemisch aus Salpetersäure und Schwefelsäure) ist in der Lage, Gold zu lösen. Gold ist außerdem ein sehr schweres (doppelt so schwer wie Blei) und gleichzeitig ein sehr weiches und plastisches Metall. Ein Stückchen Gold von der Größe eines Streichholzkopfs kann man zu einem Draht von mehr als drei Kilometern Länge ausziehen oder es zu 50 Quadratmetern grün durchscheinender Folie ausbreiten. Reines Gold nutzt sich leicht ab. Daher wird es oft in Legierungszusätzen mit Silber, Kupfer, Zink, Kadmium und Nickel versehen. Pures Gold hat 24 Karat. 22 Karat bedeutet beispielsweise, daß 22 Teile Gold mit 2 Teilen eines anderen Metalls verbunden sind. 18 Karat wird in der Regel für Schmuckstücke verwendet, so daß eine gewisse Härte gegeben ist.

Der historische Wert des Golds läßt sich bis zum Jahre 710 v. Chr. zurückverfolgen. Aus den Fundamenten des Palasts des Königs Sargon in der damals assyrischen Stadt Khorsabad stammen eine Gold- und Silberplatte mit Inschriften, aus denen hervorgeht, daß damals ein Pfund Gold 13 1/3 Pfund Silber wert war, also ein Teil Gold soviel wert war wie 40 Teile Silber. Dieses Verhältnis hat sich interessanterweise in allen späteren Zeiten wie im alten Rom und auch im Mittelalter wiedergefunden. Erst im Jahre 1687, als die Kaufleute der Londoner und Hamburger Börse den Wert beider Metalle zu notieren begannen, änderte sich dieses Verhältnis zu 15 ½ Pfund Silber für ein Pfund Gold, um schließlich um 1874 völlig dieses feste Wertverhältnis zu verlieren. Gold verändert sich nicht - es ist ein Symbol unvergänglichen Werts („Währung“). Gold hatte im wirtschaftlichen Konsens den Sinn, Papierwährungen zu decken. Notenbanken waren nur berechtigt, Geld zu drucken und auszugeben, wenn dieses durch entsprechende Goldvorräte gedeckt war.

Astrologische Konstellation

SO/PL/SA

Ätiologie

Beschwerden durch Bankrott

Beschwerden durch Zusammenbruch der Existenz

Beschwerden durch Enttäuschung (SO/PL)

Beschwerden durch Kummer

Beschwerden durch enttäuschte Liebe

Beschwerden durch Zorn, Wut

Beschwerden durch Widerspruch

Beschwerden durch Mißbrauch von Quecksilber

Essenz der Erlebensform

- Der inneren Stimme des Herzens in Bezug auf die eigene, innere Schicksals-Bestimmung vertrauen und folgen ohne sich im Geringsten von den Kräften des Verstands [Macht der Acht] irritieren zu lassen (SO/PL/SA)

- Entscheidungspunkt, ob wir mit dem Höheren in Verbindung stehen, obwohl äußerlich die Situation nicht vorteilhaft sein muß (SO/PL/SA)

- Es gibt nichts zu bekommen, sondern es geht nur darum, die inneren Themen zuzulassen

Essenz der Erleidensform

Abgeschnittensein von der ureigensten Wesensbestimmung und Liebesfähigkeit und dies durch belastende Verantwortung und äußeren Aktionismus kompensieren, welche die abgeschnittenen Gefühle in starker Traurigkeit wiederauferstehen läßt (SO/PL/SA)

- Angst vor Ohnmacht führt zu Machtstreben und Ergreifen von Verantwortung (SO/PL/SA)

Empirisch-homöopathische Essenz

- Depression und Abscheu vor dem Leben (SO/SA) [Vithoulkas]

- Verantwortlichkeit, starke (SO/SA) [Sankaran]

- Festhalten an Macht und Verantwortung (SO/PL/SA) [Scholten]

Kollektive Symptomebene [C5]

- Die Goldkönige sind innerhalb eines Spinnennetzes verfangen [Lösung, Aufforderung: Verreibe das Spinnennetz]

- der Goldblick ist eigentlich ein Herzblick, das Netz verhindert die eigentliche Goldkraft

- Spinnennetz, riesengroße Spinne, die feine Goldfäden ins Scheitelchakra eines jeden Einzelnen führt

- Goldmagie im Satanismus, Gold hat neben Adamas [Diamant] die zweitwichtigste Rolle im Satanismus

- Farben Schwarz und Gold

- Albus Dumbledore aus den Romanen von Harry Potter

Spirituelle Symptomebene [C4]

- Anbindung an das Göttliche fehlt (SO/PL/SA)

- Existenzberechtigung nur dann, wenn Leistung und Erfolg da sind (SO/PL/SA)

- Familiensituation zur Kindheit: Inzestuöse Verbindungen (SO/PL/SA)

- Familiensituation zur Kindheit: Kind muß sehr früh verantwortlich werden (SO/SA)

- Familiensituation zur Kindheit: Vater ist streng (SO/SA)

- Hohe existentielle Stellungen werden hart erarbeitet (SO/PL/SA)

- Märchen Der goldene Vogel (SO/PL/SA)

- Redensart „Zerbrochenes Herz“ (SO/PL/SA)

- Redensart „Zu Herzen nehmen“ (SO/PL/SA)

- Religiösität, starke (SO/PL/SA)

- Verlust der Liebesfähigkeit (SO/PL/SA)

- Verlust der inneren Bestimmung (SO/PL/SA)

- Verlust des innersten Vertrauens ins Leben und in den eigenen Lebensweg (SO/PL/SA)

- Gott, Sehnsucht nach (SO/PL/SA)

Geistige Symptomebene [C3]

- Anspruch, hoher, an sich selbst (SO/PL/SA)

- Beten, zwanghafte Neigung zu (SO/PL)

- Ernsthaftigkeit (SO/SA)

- Erschöpfung, geistige

- Festhalten an Macht und Verantwortung (SO/PL/SA)

- Freunde, nur wenige wichtige oder gar keine

- Gewissensangst (SO/SA)

- Gewissenhaftigkeit (SO/SA)

- Glaubenszweifel (SO/PL/SA)

- Hart und unbarmherzig (SO/PL/SA)

- Konzentration nur auf das Wesentliche (SO/PL/SA)

- Perfektionismus (SO/PL/SA)

- Pflichtbewußt (SO/SA)

- Prinzipien, starke moralische (SO/PL/SA)

- Pünktlichkeit (SO/PL/SA)

- Reden über Heiliges (SO/PL/SA)

- Schweigen, Verlangen zu

- Schuld, gibt sich selbst die

- Schuldgefühle

- Selbstmord, Neigung zu (SO/PL)

- Strebsam (SO/PL/SA)

- Verantwortungsgefühl, großes (SO/SA)

- Verschlossenheit (SO/SA)

- Wahnidee, nicht in diese Welt zu passen

- Wahnidee, daß das Leben aufhört und zuende ist (SO/PL/SA)

- Workoholic (SO/PL/SA)

- Zorn, heftiger, bei Wiederspruch (SO/PL/SA)

- Zorn, heiliger (SO/PL/SA)

Seelische Symptomebene [C2]

- Angst um berufliche Existenz (SO/SA)

- Angst um Geld (SO/SA)

- Angst vor Herzkrankheiten (SO/PL/SA)

- Angst vor Ohnmacht (SO/PL/SA)

- Angst vor Versagen (SO/PL/SA)

- Arbeitssam (SO/SA)

- Bindung, sehr enge, an Familienmitglieder

- Depressionen, schwere (SO/PL/SA)

- Dunkelheit, Gefühl von

- Ehrgefühl, verletztes (SO/SA)

- Empfindlich gegen Kritik (SO/PL/SA)

- Existenzangst (SO/PL/SA)

- Fleißig (SO/SA)

- Herzensangst (SO/SA)

- Last, schwerer, Gefühl von (SO/PL/SA)

- Leben, Abscheu vor dem Leben (SO/PL/SA)

- Reizbarkeit (SO/SA)

- Schwere, Gefühl von (SO/PL/SA)

- Traurigkeit (SO/SA)

- Unlust zu sprechen (SO/PL/SA)

- Verlassenheit, Gefühl von [Gott und der Welt]

- Verzweiflung (SO/PL/SA)

Körperliche Symptomebene [C1]

- Alkoholismus

- Apoplex

- Arteriosklerose

- Blutwallungen

- Gesicht, rotes

- Herzerkrankungen (SO/PL/SA)

- Herzinfarkt (SO/PL/SA)

- Herzklopfen (SO/SA)

- Hodensenkung, steckengebliebene Hoden, Hodenschmerzen

- Hypertonie (SO/PL/SA)

- Kopfschmerzen

- Kopfschmerzen, bohrende, im inneren, rechten Augenwinkel

- Knochenschmerzen (SO/SA)

- Panzerherz (SO/PL/SA)

- Rechtsseitige Symptome

- Rückenschmerz (SO/SA)

- Syphilis

- Schwere auf der Brust, Gefühl von (SO/PL/SA)

- Zittern

Verschlechterung durch

Kalte Luft agg.

Ruhe agg. (SO/SA)

Liegen agg.

Morgens agg.

Verbesserung durch

Abends amel.

Bewegung amel.

Warmwerden amel.

Abneigungen

Abneigung gegen Sprechen (SO/PL/SA)

Vorlieben

Verlangen nach Einsamkeit

Verlangen nach klassischer Musik

Verlangen nach Rückzug

Verlangen nach Schweigen

Verlangen von einem hohen Ort herunterzuspringen (SO/PL/SA)

Verlangen zu sterben (SO/PL)

Symptomatische Vergleichsmittel

- Mercurius (MA/MO/PL/UR)

Inhaltliche Vergleichsmittel

- Alcoholus (SO/PL/NE)

- Arsenicum album (SO/SA und JU/SA)

Antidote

- Kalium iodatum (MA/VE/SO/SA/UR)

- Mercurius (MA/MO/PL/UR)

Komplementärmittel

- Mercurius (MA/MO/PL/UR)

Quellen

Der neue Clarke

Bomhardt: Symbolische Materia Medica

Friedrich/Friedrich: Charaktere homöopathischer Arzneimittel Band 1

Hübotter: Chinesisch-Tibetische Pharmakologie und Rezeptur

Lassar-Cohn: Chemie im täglichen Leben

Mitschriftnotizen des Gold-Seminars von Jürgen Becker zu Munzingen, Oktober 2001, Beginn: 30.09.2001, 16:24 Uhr MES, Munzingen bei Freiburg (47 Nord 58, 7 Ost 42)

Morrison: Handbuch der homöopathischen Leitsymptome

Skript des Gold-Seminars von Jürgen Becker zu Munzingen, Oktober 2001

Uyldert: Metal Magic

Venetzkij: Erzählungen über Metalle

Vithoulkas: Essenzen homöopathischer Arzneimittel

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