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Forum der Astromedizin - Homöopathie - TCM

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213 of 213 Messages Displayed
(Guestbook-Style Listing)

Tcm und Psychologie
Holger Duplinskis -- 13 Dezember 1999

Tcm und Psychologie bzw. Psychotherapie. Wer kennt Literatur zu diesem Thema, bzw. Therapeuten, die sich mit diesem Thema auskennen? Für jedem Tip bin ich sehr dankbar. Mit einem lieben Gruß von Holger D. aus S.

Berliner Homöopathietage im Feb. 2000
Andreas Bunkahle -- 15 Dezember 1999

Wieder einmal finden vom 19-20.2.2000 die (kostenlosen !) Berliner Homöopathietage in der Samuel-Hahnemannschule in Berlin-Charlottenburg statt. Wie immer verspricht auch dieses Mal ein interessantes Programm einige Highlights.... Programm unter: http://www.samuelhahnemannschule.de/groveran.htm

Berliner Homöopathietage

Seminarankündigungen für 2000
Andreas Bunkahle -- 6 Januar 2000

Auf der Seite der aktuellen Meldungen befindet sich nun das Programm der Astro Austria Academy, innerhalb dessen ich Seminare zur Traditionellen Chinesischen Medizin und westlicher Astrologie anbiete, bzw. auch ein zweites Seminar zu Astrologie und Homöopathie. Der Link befindet sich unten.

Andreas Bunkahle

Programm der Astro Austria Academy

Sucht SA/NE-Artikel im Esoterikpark
Andreas Bunkahle -- 8 Januar 2000

Ein interessanter Artikel zum Thema Sucht ist erschienen auf der Webseite Esoterikpark http://www.esotericpark.de/astrologie/sucht.html, von dem man merkt, daß der Autor deutlich an Döbereiner orientiert war, aber trotzdem auch Eigenes (und vor allen Dingen inhaltlich stimmig) in die Beschreibung des Themas einbringt. Esoterikpark gehört auch zu den besseren astrologischen Webseiten, wo nicht nur penetrant irgendwelche Computerhoroskope an den Mann gebracht werden sollen, sondern wo auch gute Inhalte und gutes Webdesign vorhanden sind. Empfehlenswert ! Kurzer Nachtrag zu Süchten: Nach meinen Forschungen hat sich ergeben, daß homöopathisch hergestellter Alkohol der Signatur SO/PL/NE entspricht (PL/NE: Weingeist, Anlage zur Weitsichtigkeit). Nach den Erkenntnissen der C4-Homöopathie nach Witold Ehrler ist es so, daß ein Komplementärmittel zu Alkohol homöopathisch verriebene Muttermilch (Lac humanum) ist, welche im Wechsel gegeben Erfolg bei Suchtproblemen gezeigt haben. Die Muttermilch scheint nach meinen bisherigen Erkenntnissen auf VE/MO/NE zu beruhen, was eine interessante Komplementarität zum SO/PL/NE des Alkohols aufweist: Lac humanum <---> Alcoholus (Spiritus vini) VE PL MO SO NE NE Gruß Andreas Bunkahle

Sucht und Saturn/Neptun

Gesundheit
Birgit -- 22 Januar 2000

Mit grossem Interesse habe ich angefangen, mich mit der Astrologie zu beschäftigen. Leider fehlt es mir an der nötigen Zeit und ehrlich gesagt auch manchmal an der Geduld, mich so hineinzuknien, wie ich es mir wünsche. Da ich seit ca. 2 Jahren gesundheitliche Probleme habe und mich kein Arzt so richtig auf den Damm bringen kann, habe ich angefangen, hier eine Lösung zu suchen. Nun bin ich immer wieder erstaunt, wie genau die Prognosen sind und wie zutreffend die Krankheitsbilder. Für mich habe ich leider noch nicht das gefunden was ich suche. Aber wie gesagt bin ich absoluter Laie und habe ehrlich gesagt nicht das nötige Kleingeld, um mich in eine Beratung zu begeben. Aber ich suche. Eine Frage interessiert mich jedoch jetzt schon, da ich noch nichts - vielleicht auch mangels der richtigen Lektüre - darüber gefunden habe, ob eine Krankheit, die zum Ausbruch kam, auch wieder völlig ausheilt. Wenn sie durch bestimmte Konstellationen ausbricht, verschwindet sie dann bei einer ( laienhaft ) Gegenkonstellation? Wenn ich eine latente Störung habe, löst diese sich wieder auf? Oder ist es so, dass ich dann ewig gebeutelt bin?

Viele Grüsse Birgit

Re: Gesundheit
Andreas Bunkahle -- 23 Januar 2000

> Da ich seit ca. 2 Jahren gesundheitliche Probleme habe und mich
> kein Arzt so richtig auf den Damm bringen kann, habe ich angefangen, hier
> eine Lösung zu suchen. Nun bin ich immer wieder erstaunt, wie genau die
> Prognosen sind und wie zutreffend die Krankheitsbilder. Für mich habe ich
> leider noch nicht das gefunden was ich suche. Aber wie gesagt bin ich
> absoluter Laie und habe ehrlich gesagt nicht das nötige Kleingeld, um mich
> in eine Beratung zu begeben. Aber ich suche.

Wenn du magst, kannst du gern hier im Forum dein Problem beschreiben (wenn du magst, ist nicht jedermanns Sache). Vielleicht kann man Tips und Anregungen finden.

> Eine Frage interessiert mich
> jedoch jetzt schon, da ich noch nichts - vielleicht auch mangels der
> richtigen Lektüre - darüber gefunden habe, ob eine Krankheit, die zum
> Ausbruch kam, auch wieder völlig ausheilt. Wenn sie durch bestimmte
> Konstellationen ausbricht, verschwindet sie dann bei einer ( laienhaft )
> Gegenkonstellation? Wenn ich eine latente Störung habe, löst diese sich
> wieder auf? Oder ist es so, dass ich dann ewig gebeutelt bin?

Man muß hier unterscheiden, a) um was für eine Form der Krankheit es sich handelt und b) wie lange/chronisch diese schon besteht.

Generell sind alle Krankheiten heilbar. ABER: Mit bestimmten Krankheiten haben bestimmte Therapeuten mehr oder weniger Erfahrung und je geringer die Erfahrung, desto geringer auch die Heilungschance, je mehr Erfahrung desto besser. Zum anderen gibt es Krankheiten, die schon lange bestehen und möglicherweise dadurch schon bestimmte körperliche Erscheinungen aufgetreten sind, die sich nicht mehr rückgängig machen lassen. Z.B. wenn jemand keine Zähne mehr hat, kann er sich zwar ein Gebiß einsetzen lassen, aber im Sinne von Heilung (als Wiederherstellen von Gesundheit auf körperlicher und seelischer Ebene) ist das nicht zu betrachten. Aber generell: Den Mut nicht verlieren. Man weiß nie, wer wozu in der Lage oder welches Wissen hat, was einem weiter helfen könnte.

Andreas

petosiris
anke grass -- 23 Januar 2000

ich habe mir die demo-version von petosiris runtergeladen und ein wenig reingeschaut, bisher konnte ich nirgends eine beschreibung der voll-version finden. Mich interessiert der umfang der materia medica und der konstellationsbeschreibungen, wie sehen diese bereiche in der voll-version aus, kommt noch etwas dazu oder bleibt es bei dem umfang der demo version?

Re: petosiris
Andreas Bunkahle -- 23 Januar 2000

> ich habe mir die demo-version von petosiris runtergeladen und ein wenig
> reingeschaut, bisher konnte ich nirgends eine beschreibung der
> voll-version finden. Mich interessiert der umfang der materia medica und
> der konstellationsbeschreibungen, wie sehen diese bereiche in der
> voll-version aus, kommt noch etwas dazu oder bleibt es bei dem umfang der
> demo version?

Die Vollversion hat im Vergleich zur Demo-Version folgende Unterschiede: - In der Demo kann man nicht mehr als 5 Symptome gleichzeitig repertorisieren (reicht in der Regel für den Laien, nicht aber für den Profi) - die Vollversion wird mit erweiterten Datenbanken geliefert. Näheres: http://www.bunkahle.com/Astromedizin/Peto_aktualisierungen.htm - Unterschied Materia medica und Konstellationsbeschreibungen: Kannst du unter www.bunkahle.com/Astromedizin/Inhalt-Repertorium.htm ersehen. Die kompletten Daten des Repertoriums in Bezug auf MM und Konstellationsbeschreibungen sind in der Vollversion von Petosiris enthalten.

Als Lizenznehmer von Petosiris (Kosten: 960,00 DM incl. Mwst) hast du außerdem die Möglichkeit zukünftige Datenbanken zu erwerben. Ich bereite zur Zeit eine Datenbank mit über 60.000 Symptomen vor, die mit homöopathischen Repertorien vergleichbar ist. Erscheinungszeitpunkt dieses Jahr.

Andreas

Unterschiede MM Konstellationsbeschreibung Demo/Vollversion

Re: Gesundheit
Birgit -- 24 Januar 2000

Hallo Andreas

Vielen Dank für Dein Angebot meine Probleme hier zu schildern, aber ich möchte es nicht annehmen!

Sicher hast Du recht, was Du über Therapeuten geschrieben hast. Ich habe die Erfahrung gemacht - hauptsächlich mit der Schulmedizin - dass es besser und gesünder ist, die Diagnose selbst zu stellen und daraufhin behandelt zu werden.

Seit etwa einem Jahr bin ich bei einer Heilpraktikerin in Behandlung, aber das fruchtet auch nicht so richtig. Eher im Gegenteil. Es geht mir schlechter als vorher und es kamen noch Beschwerden dazu.

Vielleicht kannst Du mir aber noch mitteilen, ob es bezgl. der Astrologie auch seriöse Fernseminare gibt, die ich belegen kann. Ich lese zwar jetzt sehr viel, aber manche Sachen verstehe ich auch nicht nach dem dritten Mal lesen. Bin wahrscheinlich nicht der super Autodidakt.

Viele Grüsse Birgit

Re: Gesundheit
Andreas Bunkahle -- 24 Januar 2000

> Hallo Andreas

> Vielen Dank für Dein Angebot meine Probleme hier zu schildern, aber ich
> möchte es nicht annehmen!

Meld dich doch mal per email. Wenn du mir kurz schilderst, um was es geht und deine Geburtsdaten nennst, kann ich dir vielleicht einen Hinweis geben, wie du Hilfe bekommen kannst.

> Vielleicht kannst Du mir aber noch mitteilen, ob es bezgl. der Astrologie
> auch seriöse Fernseminare gibt, die ich belegen kann. Ich lese zwar jetzt
> sehr viel, aber manche Sachen verstehe ich auch nicht nach dem dritten Mal
> lesen. Bin wahrscheinlich nicht der super Autodidakt.

Fernseminare ? Du meinst per email oder Telefon oder Brief ? Zur Astrologie oder zur Astromedizin ?

Gruß Andreas

Re: Gesundheit
Birgit -- 24 Januar 2000

> Meld dich doch mal per email. Wenn du mir kurz schilderst, um was es geht
> und deine Geburtsdaten nennst, kann ich dir vielleicht einen Hinweis
> geben, wie du Hilfe bekommen kannst.

Da Du die ganze Angelegenheit ja professionell betreibst, würde ich gerne erst einmal Deine Honorare kennen. Ohne weiteres möchte ich Deine Hilfe nicht in Anspruch nehmen. Zeit ist bekanntlich Geld!

> Fernseminare ? Du meinst per email oder Telefon oder Brief ? Zur
> Astrologie oder zur Astromedizin ?

> Gruß Andreas

Ja, so ähnlich wie ein Fernstudium. Ich denke, es wäre sinnvoll wenn ich mit der Astrologie anfange. Sonst zäume ich das Pferd ja von hinten auf.

Viele Grüsse Birgit

Re: Gesundheit
Andreas Bunkahle -- 25 Januar 2000

> Da Du die ganze Angelegenheit ja professionell betreibst, würde ich gerne
> erst einmal Deine Honorare kennen. Ohne weiteres möchte ich Deine Hilfe
> nicht in Anspruch nehmen. Zeit ist bekanntlich Geld!

Es geht nur darum, kurz die wesentlichsten Merkmale deines Horoskops auf deine Problem/Fragestellung hinzu studieren. Ich kann in der Regel in ca. 10 Minuten mir einen Überblick verschaffen und dir dann Hinweise geben, wie du weiterkommen kannst. Das ist noch keine detaillierte astromedizinische Analyse und deswegen in der Regel auch kostenlos. Wenn du mehr erfahren willst, kannst du eine Beratung haben, die dann 100,00 DM pro Arbeitsstunde kostet.

> Ja, so ähnlich wie ein Fernstudium. Ich denke, es wäre sinnvoll wenn ich
> mit der Astrologie anfange. Sonst zäume ich das Pferd ja von hinten auf.

Ich hatte mal überlegt, ob ich das machen sollte, aber mangels Anfragen dann davon abgesehen. Möglich ist es allerdings meist, im eigenen Wohnort oder Umgebung nach Astrologieschulen Ausschau zu halten, wenn dir der autodidaktische Lehrstil nicht liegt.

Gruß Andreas

Astromedizinische Analysen und Preise

Astromedizin als Beruf ?
Andreas Bunkahle -- 27 Januar 2000

Ich erhielt folgende Anfrage per email, die auch gerne als meine Meinung zur Diskussion stellen würde:

> Astromedizin als Beruf/Geldverdienst ?
> Die Frage,die ich dabei habe ist allerdings, ob sich damit auch ein
> Markt findet. Die zeiten, da ich nur für mich da war sind nämlich
> inzwischen vorbei und so muß ich auch für Frau und Kind mitdenken.
> Ich wäre ihnen dankbar, wenn Sie aus ihrer Sicht des Marktes mir
> schreiben könnten, ob es sinnvoll sein kann eine solche oder vielleicht
> abgewandelte Richtung einzuschlagen.

Sie müßten "Markt" etwas genauer definieren. Was haben Sie vor ? Reine Beratungen auf astromedizinischer Basis machen ? Davon können Sie wahrscheinlich nicht leben, zumal auch die rechtliche Situation unklar ist, wenn Sie kein HP oder Arzt sind. In Zusammenarbeit mit einem Psychologen oder Arzt oder HP, die eine gehende Praxis haben und für astromedizinische Diagnose und Therapie offen sind: Könnte gehen, wenn Sie gut sind und klare Honorarabsprachen gegeben sind. Sie haben selber eine Praxis ? Dann würden Sie es ja eh schon einsetzen, oder ? Allein Forschung betreiben ? Auch davon dürften Sie kaum leben können mit Familie. Sie dürfen weiterhin nicht vergessen, daß Astromedizin im Grunde, wenn man es richtig machen will, eine medizinische Grundbildung in irgendeiner Form voraussetzt: Z.B. Homöopathie-Ausbildung, TCM-Ausbildung, Beschäftigung mit alternativen Therapieformen in irgendeiner Weise in gewisser Tiefe. Nicht unbedingt das ganze Medizin- oder HP-Wissen. Rein astrologisches Wissen reicht nicht aus für Astromedizin, denn die Diagnosen und Empfehlungen müssen Hand und Fuß haben, ansonsten haben Sie sehr schnell keine Patienten mehr oder die Kooperation mit Ihrem Partner als Behandler ist bald beendet. Zum anderen brauchen Sie ein gewisses Talent, um astrologische Zuordnungen zu Arzneien oder Therapieformen selbstständig zu finden, wenn Sie dieses nicht haben, oder bis dato noch nicht bei sich entdeckt haben, ist eine derartige Richtung auch eher fraglich. Sie liegen gut, wenn Sie nach der frühen Rhythmenlehre von Döbereiner Astrologie betreiben (nicht allerdings den Weg der Aphrodite) und sein Erfahrungsbilder-Buch in Bezug auf die Diagnose hochschätzen (und vielleicht seine Zuordnungen der Konstellationen zu den Arzneien NICHT schätzen) und auch zu ähnlichen Erkenntnissen und Zuordnungen wie er kommen. Von anderen Schulen würde ich in Bezug auf Astromedizin abraten, da ich persönlich nie befriedigende Resultate aus diesen Richtungen gesehen habe, was auch man daran erkennt, daß bei anderen Schulen das Gebiet der Astromedizin eher gestreift als denn behandelt wird.

Mit freundlichen Grüßen Andreas Bunkahle

Astromedizin f. Kinder
Birgit -- 29 Januar 2000

Hallo Andreas!

Da mich, wie ich Dir bereits mitgeteilt habe, der gesundheitliche Schuh drückt,und ich mich momentan in Astrologie und Astromedizin belese, beschäftigt mich folgendes: Wenn es aus astrologischer Sicht möglich ist, den sogenannten Lebensplan eines Menschen zu erkennen und ich dadurch auch die gesundheitlichen Probleme eines Menschen erlesen kann, könnte ich dann theoretisch mein Kind zu seiner "Bestimmung" oder auch "Berufung" führen und ihm damit gesundheitliche Probleme ersparen? Denn die Krankheiten treten doch erst dann auf, wenn ich an meinem Lebensplan vorbeilebe. Erbkrankheiten und Behinderungen mal ausgenommen. Ich denke mehr an psychosomatische Erkrankungen, die sich körperlich ausbreiten. Um es ganz simple zu formulieren: Mein Kind kommt zur Welt, ich lasse ein Horoskop erstellen, weiss, wo sein Platz im Leben sein soll und versuche nach bestem Wissen und Gewissen, ihn dorthin - vielleicht sogar in Begleitung eines Astrologen - zu führen. Wäre die Erziehung vielleicht sogar einfacher und verständnisvoller, mit Hilfe eines Horoskops? Spricht etwas dagegen? Gibt es hierüber vielleicht Studien? Viele Grüsse

Birgit

Re: Astromedizin f. Kinder
Gerhard -- 29 Januar 2000

Hallo Birgit,

in Ihrer Zuschrift "Astromedizin für Kinder" werfen Sie hochinteressante Fragen auf, die eine enorme Tiefe haben und in einem Wochenendseminar besprochen werden sollten (oder sogar in einem Buch ?). Sie stellen die Frage, ob die Erziehung vielleicht einfacher und verständnisvoller wäre mit Hilfe eines Horoskops. Meine Antwort: Auf jeden Fall, ja ! In Japan wird dies, soweit ich weiss auch von Lehrern vorgenommen. Ich stelle zum Glück fest, dass besonders Mütter mehr und mehr daran interessiert sind, wie ihre Kinder seelisch "gestrickt" sind. Früher war das anders, da mussten Kinder in erster Linie "funktionieren", still sein wenn Papi nach Hause kommt und so weiter. Eine Einschränkung würde ich dennoch gerne machen. Leider sind noch immer zu viele Astro-Begeisterte der Meinung, sie müssten auf jeden Fall eine Prognose für das Kind haben (heiratet reich, wird Manager und so weiter). In einem solchen Fall wird astrologieseits das Kind über Gebühr belastet, denn "es muss ja seine Bestimmung erfüllen".

Herzliche Grüsse aus Düsseldorf, Gerhard

Re: Astromedizin f. Kinder
Andreas Bunkahle -- 29 Januar 2000

Hallo Birgit,

ich hoffe, du konntest was mit der Email anfangen wegen deiner Fragen/Probleme.

> Wenn es aus astrologischer Sicht möglich ist,
> den sogenannten Lebensplan eines Menschen zu erkennen und ich dadurch auch
> die gesundheitlichen Probleme eines Menschen erlesen kann, könnte ich dann
> theoretisch mein Kind zu seiner "Bestimmung" oder auch
> "Berufung" führen und ihm damit gesundheitliche Probleme
> ersparen?

Gewiß.

> Denn die Krankheiten treten doch erst dann auf, wenn ich an
> meinem Lebensplan vorbeilebe. Erbkrankheiten und Behinderungen mal
> ausgenommen.

Die liegen eher noch weiter "hinten" zurück. Also karmisch bedingt durch frühere Leben.

> Ich denke mehr an psychosomatische Erkrankungen, die sich
> körperlich ausbreiten. Um es ganz simple zu formulieren: Mein Kind kommt
> zur Welt, ich lasse ein Horoskop erstellen, weiss, wo sein Platz im Leben
> sein soll und versuche nach bestem Wissen und Gewissen, ihn dorthin -
> vielleicht sogar in Begleitung eines Astrologen - zu führen. Wäre die
> Erziehung vielleicht sogar einfacher und verständnisvoller, mit Hilfe
> eines Horoskops? Spricht etwas dagegen?

Nein, im Gegenteil.

> Gibt es hierüber vielleicht Studien?

Meines Wissens nach nicht. Es gibt wohl mindestens ein Buch über Kinderhoroskope (von Anita Cortesi ?). In der Tat gibt es auf der Welt nicht einen Menschen, der einem anderen völlig gleicht, genauso wenig wie sich der Fingerabdruck nochmals bei einem anderen Menschen finden läßt. Das heißt, was für den einen richtig und passend ist, kann durchaus für den anderen völlig falsch sein. Das läßt sich z.B. auch sehr leicht auf die Ernährung übertragen. Die Ernährungsweise, die für den einen paßt, kann für den anderen völlig kontraindiziert sein. Genauso wenig gibt es also eine Ernährungsweise/Erziehung, die für alle richtig ist, sondern das sollte immer individuell angepaßt werden.

Im übrigen, apropos Ernährung: Ich bin selber durch verschiedene Ernährungs-Dogmen im Laufe der Zeit gegangen, und kenne mich somit bereits leidlich aus, die vernünftigste Ernährung scheint mir immer noch die chinesische Diätetik zu sein, die Empfehlungen immer vom Konstitutionstyp abhängig macht. Es gibt interessanterweise mittlerweile ein westliches Pendant, was auf dem Blutgruppentyp basiert. Link habe ich unten hinterlassen. Wenn ich mal Zeit finde, schreibe ich mal einen kleinen Artikel über die Blutgruppen und ihre vermutliche astrologische Zuordnung. Ist hochinteressant...

Andreas

Englische Blutgruppenseite

Re: Astromedizin f. Kinder
Birgit -- 30 Januar 2000

> Hallo Birgit,

> in Ihrer Zuschrift "Astromedizin für Kinder" werfen Sie
> hochinteressante Fragen auf, die eine enorme Tiefe haben und in einem
> Wochenendseminar besprochen werden sollten (oder sogar in einem Buch ?).

Hallo Gerhard!

Ich bin absoluter Laie auf dem Gebiet und beschäftige mich mit der Astrologie eigentlich erst seit ein paar Wochen. Vor ca. einem Jahr habe ich zwar angefangen, dies und jenes zu lesen, aber nicht mit der jetzigen Intensität. Ich befinde mich im Moment in einem totalen Lernprozess. Was mich betrifft, hauptsächlich meine Gesundheit, meine Kindheit und überhaupt. Mühselige Kleinarbeit, die mich auf eine Geduldsprobe stellt. Auf jeden Fall habe ich vor einem Jahr ( unser Sohn war damals 14 Monate alt ) vor der ersten Trotzphase meines Kindes gestanden und wusste nicht weiter. Durch Gespräche mit Freundinnen - andere können doch objektiver urteilen - fanden wir gemeinsam heraus, dass ich meinem Kind einfach zu wenig Zeit zum Nachdenken und zum Reagieren gebe, um eigene Entscheidungen zu treffen. Dies änderte ich. Fortan kamen wir super zurecht, mein Kind meckerte nicht mehr herum. Ich verkniff mir aber auch einiges. Vor ein paar Wochen - als ich mich diesem Thema wieder widmete - stellte ich anhand seines Horoskopes fest, dass er eben ganz anders ist, als ich. Dass ich meine Maßstäbe bei ihm nicht anwenden kann und ihn damit unter enormen Druck setze.

> Sie stellen die Frage, ob die Erziehung vielleicht einfacher und
> verständnisvoller wäre mit Hilfe eines Horoskops. Meine Antwort: Auf jeden
> Fall, ja ! In Japan wird dies, soweit ich weiss auch von Lehrern
> vorgenommen. Ich stelle zum Glück fest, dass besonders Mütter mehr und
> mehr daran interessiert sind, wie ihre Kinder seelisch
> "gestrickt" sind. Früher war das anders, da mussten Kinder in
> erster Linie "funktionieren", still sein wenn Papi nach Hause
> kommt und so weiter. Eine Einschränkung würde ich dennoch gerne machen.
> Leider sind noch immer zu viele Astro-Begeisterte der Meinung, sie müssten
> auf jeden Fall eine Prognose für das Kind haben (heiratet reich, wird
> Manager und so weiter). In einem solchen Fall wird astrologieseits das
> Kind über Gebühr belastet, denn "es muss ja seine Bestimmung
> erfüllen".

> Herzliche Grüsse aus Düsseldorf, Gerhard

Sind sie sicher, dass das Kind über Gebühr belastet wird? Ich denke eher, dass Eltern, die versuchen, ihr Kind von "Grund" auf kennenzulernen eher selbst - zwar nicht über Gebühr - aber auf eine Geduldsprobe gestellt werden. Zum Beispiel - ich kann ja nur unsere Situation beurteilen - frage ich mich, ob es überhaupt möglich ist, sein Kind dorthin zu führen. Denn immerhin ist es ja bereits mit den ihm mitgegebenen Anlagen auf die Welt gekommen. Das heisst, dass das Kind früher oder später durch gewisse Schwierigkeiten seines Lebens muss. Kann ich alles abwenden, was negativ ist? Ist das sinnvoll? Nehme ich ihm dadurch nicht ein Stück Lebensqualität oder auch Erfahrungswerte? Schränke ich ihn dadurch nicht doch vielleicht ein? Insbesondere dann, wenn ich als Mutter ein Horoskop habe, und in sogenannter "Heimarbeit" das Kind versuche zu führen?

Unser Sohn hat z. B. den Mond im Steinbock im fünften Haus. Nach meiner Lektüre kam er schon mit dem Eindruck auf die Welt bzw. hat die Erfahrung schon im Mutterleib gemacht oder gespürt, etwas für sein Dasein leisten zu müssen. Die Mutter ist die Autoritätspersen, gibt das Signal " beiß Dich durch ". Diese Anlage kann ich doch nicht änderen. Ich kann mich im Prinzip noch so anstrengen, 24 Std. für das Kind voll da zu sein ( geht natürlich in der Praxis nicht, da man selbst noch lebt und nicht nur funktioniert ), auf alles eingehen, was das Kind möchte, der Mond im Steinbock aber bleibt. Ich hoffe, Sie können meine Gedankengänge nachvollziehen.

Oder ist es so, dass ein Kind von den Eltern instinktiv - vorwiegend - richtig geführt wird? Warum z. B. hat mich mein Vater gedrängt eine Banklehre zu machen, obwohl ich eigentlich lieber Jockey geworden wäre. Nur weil dies vor 18 Jahren ein sicherer Beruf ist? Warum bin ich dann in diesem Beruf hängengeblieben und habe ein nicht ganz unbeachtliche Karriere hingelegt? Schicksal? Leider kann ich ihn diesbezüglich nicht mehr fragen?

Erstaunlich, dass es wenig Lektüre zu diesem Thema gibt, wo doch jeder das "Beste" für sein Kind will. Und ich möchte ihm die gesundheitlichen "Leiden" ersparen.

Viele Grüsse

Birgit

Re: Astromedizin als Beruf /Geldverdienst ?
Gerhard -- 30 Januar 2000

Hallo Andreas,

Ihre URL erhielt ich von Irmgard Kreutz-Rolofs und meine Neugier führte mich in Ihr lesenswertes Forum. Ich stimme Ihnen voll zu in Ihrer Stellungnahme nahme zu "Astromedizin als Beruf / Geldverdienst". Medizinische Astrologie ist noch immer relativ unbekannt. Hinzu kommt, dass die Gutachten, bedingt durch ihren Arbeitsaufwand nicht billig sein können und dies stellt eine Hürde dar in einem Gesundheitssystem, das "alles durch die Krankenkasse abgedeckt haben will". Ich möchte gern hinzufügen, dass ich einem Seiten- einsteiger dringend abrate, die Astromedizin zu seinem Beruf zu machen. Man braucht viele Jahre Erfahrung mit der Seele und dem Körper des Menschen. Astromedizin kann nur dann mit Verantwortung ausgefüllt werden, wenn jemand sehr kompetent ist und dem Klienten keine Versprechungen macht. Anfänger können insofern in eine Klientenfalle tappen, als sie sich breitschlagen lassen, zum Beispiel Todeszeitpunkte zu nennen. Dies wäre verheerend.

Herzliche Grüsse aus Düsseldorf, Gerhard

Re: Astromedizin f. Kinder
Birgit -- 30 Januar 2000

> Hallo Birgit,

> ich hoffe, du konntest was mit der Email anfangen wegen deiner
> Fragen/Probleme.

Hallo Andreas!

Noch einmal herzlichen Dank für Deine Hilfe. Werde Deinen Rat beherzigen, den Therapeuten wechseln und Deine Email mitnehmen. Ich hoffe, ich habe mit dem nächsten etwas mehr Glück.

> Gewiß.

> Die liegen eher noch weiter "hinten" zurück. Also karmisch
> bedingt durch frühere Leben.

> Nein, im Gegenteil.

> Meines Wissens nach nicht. Es gibt wohl mindestens ein Buch über
> Kinderhoroskope (von Anita Cortesi ?). In der Tat gibt es auf der Welt
> nicht einen Menschen, der einem anderen völlig gleicht, genauso wenig wie
> sich der Fingerabdruck nochmals bei einem anderen Menschen finden läßt.
> Das heißt, was für den einen richtig und passend ist, kann durchaus für
> den anderen völlig falsch sein. Das läßt sich z.B. auch sehr leicht auf
> die Ernährung übertragen. Die Ernährungsweise, die für den einen paßt,
> kann für den anderen völlig kontraindiziert sein. Genauso wenig gibt es
> also eine Ernährungsweise/Erziehung, die für alle richtig ist, sondern das
> sollte immer individuell angepaßt werden.

> Im übrigen, apropos Ernährung: Ich bin selber durch verschiedene
> Ernährungs-Dogmen im Laufe der Zeit gegangen, und kenne mich somit bereits
> leidlich aus, die vernünftigste Ernährung scheint mir immer noch die
> chinesische Diätetik zu sein, die Empfehlungen immer vom Konstitutionstyp
> abhängig macht. Es gibt interessanterweise mittlerweile ein westliches
> Pendant, was auf dem Blutgruppentyp basiert. Link habe ich unten
> hinterlassen. Wenn ich mal Zeit finde, schreibe ich mal einen kleinen
> Artikel über die Blutgruppen und ihre vermutliche astrologische Zuordnung.
> Ist hochinteressant...

> Andreas

Habe bereits Artikel über die Blutguppentypen gelesen - in irgendwelchen Zeitungen - weiss leider nicht mehr genau wo. Aber wirklich sehr interessant und auch zutreffend. Aber ich denke, dass man die Ernährung schon sehr früh - bereits in der Kindheit - darauf einstellen muss. Bei mir ist es jedenfalls so, dass ich viele Sachen, die mir eigentlich entsprechen, auch nicht zu mir nehmen kann. Was bleibt ist zwangsweise eine ziemlich einseitige Ernährung, die weder Spass macht, noch die Familie aufjubeln lässt.

Hoffentlich findest Du bald Zeit für Deinen Artikel, denn für unseren Sohn würde ich das mit Sicherheit testen und anwenden. Wäre es aber für Dich nicht auch interessant das Thema bzgl. der Astromedizin für Kinder aufzugreifen?

Viele Grüsse

Birgit

Re: Astromedizin f. Kinder
Gerhard -- 31 Januar 2000

Hallo Birgit,

Darf ich frank und frei Ihre Forum-Email kommentieren ?

Sie bringen sich selbst sehr durcheinander, indem Sie zu viele Fragen aufwerfen. Versuchen Sie doch zunächst als Mutter Ihren angeborenen Instinkt und Ihren wunderbaren "Draht" zu Ihrem Kind aufzuspüren. Zudem wird Ihr gesunder Menschenverstand die meisten Probleme lösen, in Zusammenarbeit mit Ihren Freundinnen als Gegenkontrolle.

Sie haben völlig recht, wenn Sie andeuten, dass Sie von Ihrem Kind nicht alles abwenden können, was negativ ist. Auch wenn Sie Ihrem Kind emotional sehr nahe stehen, so muss es letztlich doch seine Erfahrungen selbst machen. Es macht keinen Sinn, in das Kind 24 Stunden am Tag hinein zu schauen, wie in einen "Goldenen Kelch", wie Sie selbst ebenfalls andeuten. Denn wäre Co-Abhängigkeit, eine gefährliche menschliche Bindung. Der Kinder-Astrologie geht es um ein tieferes Verständnis des Kindes, seiner Psyche mit ihren Talenten, Widersprüchlichkeiten, Projektionen und Schwächen ... und dies alles zum Wohle des Kindes einzusetzen ist die Chance der Eltern !

Herzliche Grüsse aus Düsseldorf, Gerhard

Re: Astromedizin f. Kinder
Andreas Bunkahle -- 31 Januar 2000

> Hoffentlich findest Du bald Zeit für Deinen Artikel, denn für unseren Sohn
> würde ich das mit Sicherheit testen und anwenden. Wäre es aber für Dich
> nicht auch interessant das Thema bzgl. der Astromedizin für Kinder
> aufzugreifen?

Es ist nicht so ein Riesen-Unterschied, ob man astromedizinisch Kinder-Horoskope oder Erwachsenen-Horoskope untersucht. Der Unterschied liegt im Grunde am meisten darin, daß bei Kinderhoroskopen natürlich Planeten wie Mond, Merkur und Venus eine größere Rolle im aktuellen Leben des Kindes spielen, als z.B. die eher langsamen Planeten wie Saturn, der mehr im fortgeschritteneren Alter eine Rolle zu spielen beginnt. Natürlich gelten alle Planeten immer, aber abhängig vom Alter gibt es Schwerpunkte. Interessant ist z.B. auch, daß berühmte homöopathische Kindermittel wie Viola oder Belladonna ausgesprochen starke Mond-Mittel sind. Man könnte mal berühmte homöopathische Kindermittel auf ihre astrologischen Entsprechungen untersuchen.

Andreas

Re: Astromedizin f. Kinder
Sabine -- 1 Februar 2000

Hallo Birgit und Andreas!

Auch ich warte schon sehr neugierig auf diesen Artikel. Insbesondere interessiert mich die astrologische Zuordnung der einzelnen Blutgruppen. Hierüber grüble ich selbst bereits seit einigen Wochen nach. Leider bisher ohne Ergebnis. In unserer Familie haben beispielsweise alle die Blutgruppe A positiv und natürlich die unterschiedlichsten Horoskope. Es ist mir noch nicht gelungen, hier irgendeinen Zusammen- hang zu erkennen.

Birgit, für Dich hier noch ein Buchtip:

Dr. Peter J. D'Adamo 4 Blutgruppen - vier Strategien für ein gesundes Leben 7. Auflage München 1999 Piper Verlag.

Neben einer ausführlichen Erläuterung, wie sich die Ernährung auf die jeweilige Blutgruppe auswirkt, findest Du in diesem Buch für jede Blutgruppe lange Listen von Lebensmitteln, die empfehlenswert sind oder gemieden werden sollten.

Meiner Meinung nach ein sehr spannendes Buch!

Herzliche Grüße!

Sabine

Blutgruppen astrologisch gesehen
Andreas Bunkahle -- 3 Februar 2000

Ich habe nun einen kleinen Artikel verfaßt, in dem ich meine Überlegungen zu der astrologischen Zuordnung von Blutgruppen dargelegt habe. Der Link ist unten angegeben, Diskussion der Zuordnung hier möglich.

Andreas

Astrologie und Blutgruppen

Astrologie und Psychiatrie
Claudia -- 10 Februar 2000

Hallo Andreas,

als Astrologin und Heilpraktikerin für Psychotherapie interessiere ich mich für die astrologischen Entsprechungen psychiatrischer Krankheitsbilder, insbesondere für die der Persönlichkeitsstörungen. Gibt es Studien zu diesem Thema? Oder vielleicht sogar die Möglichkeit, anonymisierte Geburtsdaten aus psychiatrischen Kliniken zu bekommen?
Danke!

Claudia

Re: Astrologie und Psychiatrie
Andreas Bunkahle -- 10 Februar 2000

Hallo Claudia,

> als Astrologin und Heilpraktikerin für Psychotherapie interessiere ich
> mich für die astrologischen Entsprechungen psychiatrischer
> Krankheitsbilder, insbesondere für die der Persönlichkeitsstörungen.

Meines Wissens nach gibt es eine solche Zusammenstellung (bisher) noch nicht. Es gibt allerdings durchaus Erkenntnisse, welche Krankheiten, aus psychiatrische, mit welchen astrologischen Konstellationen zusammenhängen. Wenn du also genauer definieren kannst, welche(s) Krankheitbild dich interessiert, könnte ich entsprechende Erfahrungen beisteuern, sogar z.T. homöopathische Arzneien, die dafür in Frage kämen. Eventuell hast du ja auch einen bestimmten Fall ?

> Gibt
> es Studien zu diesem Thema? Oder vielleicht sogar die Möglichkeit,
> anonymisierte Geburtsdaten aus psychiatrischen Kliniken zu bekommen?

Da müßtest du dich direkt an die Mitarbeiter dort wenden oder eventuell einen Arbeitskreis mit praktisch arbeitenden, und für Astromedizin aufgeschlossene Psychiater oder Ärzte bilden. Dadurch hätte man dann auch eine Möglichkeit der Intervention, und könnte systematisch erforschen, welche Therapien zum Erfolg führen.

Gruß Andreas

Re: Astrologie und Psychiatrie
Claudia -- 10 Februar 2000

Hallo Andreas,

> Meines Wissens nach gibt es eine solche Zusammenstellung (bisher) noch
> nicht.

Ich hab's befürchtet... Neben der astrologischen Komponente ist es für mich auch deshalb interessant, weil ich als Heilpraktikerin bestimmte psychische Krankheiten nicht behandeln darf. Die Astrologie könnte bei einer Diagnose oder wenigstens bei einer Einschätzung helfen.

> Es gibt allerdings durchaus Erkenntnisse, welche Krankheiten, aus
> psychiatrische, mit welchen astrologischen Konstellationen zusammenhängen.
> Wenn du also genauer definieren kannst, welche(s) Krankheitbild dich
> interessiert, könnte ich entsprechende Erfahrungen beisteuern,

Ganz speziell interessiert mich die Borderline-Störung, in zweiter Linie ist es die histrionische und die narzißtische Persönlichkeitsstörung.

> Da müßtest du dich direkt an die Mitarbeiter dort wenden oder eventuell
> einen Arbeitskreis mit praktisch arbeitenden, und für Astromedizin
> aufgeschlossene Psychiater oder Ärzte bilden. Dadurch hätte man dann auch
> eine Möglichkeit der Intervention, und könnte systematisch erforschen,
> welche Therapien zum Erfolg führen.

Danke für den Tip - dann werde ich mal systematisch nach Adressen suchen.

Viele Grüsse
Claudia

Re: Astrologie und Psychiatrie
Andreas Bunkahle -- 11 Februar 2000

Hallo Claudia,

> Ich hab's befürchtet... Neben der astrologischen Komponente ist es für
> mich auch deshalb interessant, weil ich als Heilpraktikerin bestimmte
> psychische Krankheiten nicht behandeln darf.

Die Lösung zu diesem Problem ist ganz einfach. Natürlich behandelst du nicht die psychische Krankheit oder die Geschlechtskrankheit des Patienten (was dir ja als HP strikt verboten ist), sondern du gibst z.B. Mercurius homöopathisch, weil der Patient so ein dummes Erysipel auf der Haut am Unterschenkel hat, was nach Kratzen schlimmer wird. Allein und einzig dafür ist die Mittelgabe. Was, seine Gemütssymptome sind nach der Mittelgabe verschwunden und plötzlich ist auch das Geschwür am Penis weg? So ein Zufall...

> Die Astrologie könnte bei
> einer Diagnose oder wenigstens bei einer Einschätzung helfen.

> Ganz speziell interessiert mich die Borderline-Störung, in zweiter Linie
> ist es die histrionische und die narzißtische Persönlichkeitsstörung.

So wie ich es nachgelesen habe, ist Borderline eine Störung an der Grenze zwischen Psychose und Neurose, die astromedizinisch nach Döbereiner so definiert werden, daß Psychose mehr im neptunischen Bereich anzusiedeln ist (hier insbesondere mit der Konstellation UR/NE zusammenhängt und nach der chinesischen Medizin mit dem Magen und Dickdarmmeridian korreliert und interessanterweise unmittelbar mit Verdauungstrakt und Nahrungsaufnahme zusammenhängt) und die Neurose mehr mit Pluto-Konstellationen zusammenhängt. Zum anderen ist es so, daß diese Patienten durchaus als normal durchgehen könnten, manchmal sogar fast manisch fröhlich sind, aber im Grunde eine Substanzlosigkeit des Ichs aufweisen. Dies ist in der Homöopathie als sykotischer Konstitutionstyp bekannt (Medorrhinum, Thuja) und hängt konstellationsmäßig oft mit Planeten des zweiten Quadraten (MO, SO, CH) im vierten Quadraten oder Planeten des vierten Quadraten (SA, UR, NE) im zweiten Quadranten oder Aspekte der Planeten zueinander, hier insbesondere auch SO/UR.

Narzißmus im psychiatrischen Sinne habe ich der Einfachheit halber mal in Egoismus übersetzt, was zwar nicht genau das Gleiche ist, aber verwandt.

Im Synthesis findest du z.B. folgende Mittel für Egoismus:
Gemüt - Ichbezogenheit, Egotismus, Selbstüberschätzung
act-sp.;1;kr1 alco.;1;a1 anac.;1;sf1 anan.;1;kr1 androc.;1;srj1 arn.;1;gl1 aur.;1;sf1 calc.;2;k cic.;1;ptk1 cur.;1;a1 hydrog.;1;oss hydrog.;1;srj2 lach.;2;k lyc.;2;gl1 lyc.;2;sf1 marb-w.;1;es1 med.;2;vh/dg med.;2;k merc.;1;k nux-v.;2;vh/dg nux-v.;2;bg2 nux-v.;2;gl1 nux-v.;2;vh pall.;2;k pall.;2;c2 par.;1;j5 plat.;3;k senec.;1;ptk1 sil.;2;k staph.;1;gl1 stram.;1;sf1 sulph.;2;k verat.;2;sf1 verat.;2;gl1
Die Einzelziffern sind die Wertigkeit der Mittel (je höher desto stärker) und die Kleinbuchstaben sind Mittelabkürzungen oder Quellen.
Wenn man das Ganze analysiert, ergibt sich, daß vier Konstellationen immer wieder auftauchen:
CH/UR (tiefgreifende Unsicherheit und mangelndes Selbstwertgefühl)
SO/UR (Manisch überhöht, überschätzt sich und seine Fähigkeiten)
MA/SA (widerstandsorientiert und oft habgierig, egozentriert)
MA/UR (existenzielle Ängste führen zu einer Heiligung des eigenen Egos)
Narzißmus im psychatrischen Sinne dürfte wohl am ehesten mit SO/UR zusammenhängen, die anderen Konstellationen sind eher die "normale" Form des Narzißmus.

Gruß Andreas

Re: Astrologie und Psychiatrie
Claudia -- 11 Februar 2000

> Hallo Claudia,

> Die Lösung zu diesem Problem ist ganz einfach. Natürlich behandelst du
> nicht die psychische Krankheit oder die Geschlechtskrankheit des Patienten
> (was dir ja als HP strikt verboten ist), sondern du gibst z.B. Mercurius
> homöopathisch, weil der Patient so ein dummes Erysipel auf der Haut am
> Unterschenkel hat, was nach Kratzen schlimmer wird. Allein und einzig
> dafür ist die Mittelgabe. Was, seine Gemütssymptome sind nach der
> Mittelgabe verschwunden und plötzlich ist auch das Geschwür am Penis weg?
> So ein Zufall...

Aha, :-))!

> Zum anderen ist es so, daß diese Patienten durchaus als
> normal durchgehen könnten, manchmal sogar fast manisch fröhlich sind, aber
> im Grunde eine Substanzlosigkeit des Ichs aufweisen.
> (...) hier insbesondere auch SO/UR.

Ja, der Persönlichkeitskern, der sich normalerweise im Alter von 2 - 3 Jahren herausbildet, ist wie zersplittert und existiert somit nicht, insofern bin ich auch auf SO/UR gekommen. Gleichzeitig fehlt jede Struktur, in der Therapie setzt man hier an, also SA/NE? Kennzeichnend ist weiter Schwarz-Weiß-Denken (ME/PL), Kontrollsucht und Eifersucht in Beziehungen (VE/PL), Beziehungsunfähigkeit, Süchte in jeder Form, v.a. auch Workaholism, Neigung zu Gewaltausbrüchen, (körperlichen) Selbstverletzungen bis hin zum Suizid. Ich habe das Gefühl, in diesem Krankheitsbild ist - nicht nur astrologisch - so ziemlich alles drin.

> Narzißmus im psychiatrischen Sinne habe ich der Einfachheit halber mal in
> Egoismus übersetzt, was zwar nicht genau das Gleiche ist, aber verwandt.
> CH/UR (tiefgreifende Unsicherheit und mangelndes Selbstwertgefühl)
> SO/UR (Manisch überhöht, überschätzt sich und seine Fähigkeiten)
> MA/SA (widerstandsorientiert und oft habgierig, egozentriert)
> MA/UR (existenzielle Ängste führen zu einer Heiligung des eigenen Egos)
> Narzißmus im psychatrischen Sinne dürfte wohl am ehesten mit SO/UR
> zusammenhängen, die anderen Konstellationen sind eher die
> "normale" Form des Narzißmus.

Ich hätte auch auf SO/JU getippt - krankhafte Selbstüberschätzung bis hin zum Größenwahn - oder wird Jupiter in der Astromedizin eher positiv gesehen, also mit wenig "Krankheitswert"?

Du hast mir schon sehr weitergeholfen, danke!
Gruß
Claudia

Re: Astrologie und Psychiatrie
Andreas Bunkahle -- 11 Februar 2000

> Ja, der Persönlichkeitskern, der sich normalerweise im Alter von 2 - 3
> Jahren herausbildet, ist wie zersplittert und existiert somit nicht,
> insofern bin ich auch auf SO/UR gekommen. Gleichzeitig fehlt jede
> Struktur, in der Therapie setzt man hier an, also SA/NE? Kennzeichnend ist
> weiter Schwarz-Weiß-Denken (ME/PL), Kontrollsucht und Eifersucht in
> Beziehungen (VE/PL), Beziehungsunfähigkeit, Süchte in jeder Form, v.a.
> auch Workaholism, Neigung zu Gewaltausbrüchen, (körperlichen)
> Selbstverletzungen bis hin zum Suizid. Ich habe das Gefühl, in diesem
> Krankheitsbild ist - nicht nur astrologisch - so ziemlich alles drin.

Es ist oft schwierig, wenn man an der Nomenklatur der offiziellen Medizin klebt, den Wald vor lauter Bäumen zu sehen. In der Tat wäre in diesem Krankheitsbild eine Menge Konstellationen verborgen. Deswegen gehe ich praktischerweise immer so vor, daß ich das Geburtshoroskop des Patienten zugrundelege und mit den vorliegenden, subjektiven Symptomen (allerdings eben nicht mit der schulmedizinischen Bezeichnung) vergleiche. Der Name "Borderline" oder "Narzißmus" ist eher eine erste Näherung, die ungefähr angibt, um was es sich handelt. Borderline bei dem einen kann bei dem anderen schon ganz anders aussehen. Daher besser die individualisierte, eher "homöopathische" Betrachtung des Kranken (und weniger der Krankheit oder des Krankheitsnamens). Auf der astromedizinischen Ebene wäre z.B. denkbar, daß Person A eine SO/UR-Konjunktion in 5 hat, gleichzeitig mit Venus/Pluto/Neptun-Quadrat aus 8. Bei Person B befindet sich ein Sonne-Uranus-Quadrat von 12 nach 9 ohne Venus-Pluto-Beteiligung. Die Therapie wäre für beide durchaus verschieden, wie beide auch durchaus unterschiedliche Symptome aufweisen könnten. Person B wäre z.B. deutlich weniger besitzergreifend und manipulativ wie Person A, da die Pluto-Konstellationen nicht so stark ausgeprägt wären. Person A z.B. könnte Tartarus (Weinstein, VE/SO/PL/UR/NE) brauchen, während Person B eher Medorrhinum benötigen würde (Tripper-Nosode wahrscheinlich SO/UR/NE oder SO/JU/NE)

> Ich hätte auch auf SO/JU getippt - krankhafte Selbstüberschätzung bis hin
> zum Größenwahn - oder wird Jupiter in der Astromedizin eher positiv
> gesehen, also mit wenig "Krankheitswert"?

Mehr und mehr komme ich zur Erkenntnis, wie der Jupiter astromedizinisch wirkt. Da ich ja auch aus der Döbereiner-Schule komme, habe ich eine Art blinden Fleck für die Jupiter-Auswirkungen. Aber z.B. Medorrhinum homöopathisch könnte durch das Übermaß und die Übertreibung SO/JU zuzuordnen sein, wo ich bisher dachte es sei SO/UR. Die Differenzierung zwischen beiden Konstellationen fällt mir bisweilen nicht ganz leicht. Im übrigen scheint die gerade stattgefundene Mondfinsternis (Sonne und Mond in Opposition auf den Mondknoten, mit Neptun und Merkur im Quadrat zu Jupiter) einiges mit Medorrhinum zu tun zu haben, so daß im nächsten halben Jahr man immer mal wieder Medorrhinum für Verschreibungen ins Auge fassen sollte.

Gruß Andreas

Re: Tcm und Psychologie
Andreas Bunkahle -- 18 Februar 2000

> Tcm und Psychologie bzw. Psychotherapie. Wer kennt Literatur zu diesem
> Thema, bzw. Therapeuten, die sich mit diesem Thema auskennen? Für jedem
> Tip bin ich sehr dankbar. Mit einem lieben Gruß von Holger D. aus S.

Ich habe noch eine neue interessante Webseite desbzgl. aufgetan:

http://www.spiritpathpress.com/

Sehr interessante, auch psychologische Beschreibung von Akupunkturpunkten. Habe mir mal sein Buch Nourishing Destiny bestellt, bin gespannt.

Andreas

Spirit Path Press Lonny Jarrett

Chinesische und tibetische Pulsdiagnose
Andreas Bunkahle -- 29 Februar 2000

Eine Anfrage im TCM-Brett (http://www.tcminter.net/disc2_frm.htm) von Gunter Neeb lautete:

Hallo Gunter,
wie ich gesehen habe
(http://www.naturheilkunde-online.de/agtcm/Rothenburg/planung.htm)
hälst du ein Seminar über Pulsdiagnose beim Kongreß in
Rothenburg. Meine Frage: Kennst du dich auch mit den
Unterschieden von chinesischer und tibetischer Pulsdiagnose aus ?
Mein Lehrer Claude Diolosa, der selber viel in Asien gereist ist,
hält große Stücke auf die tibetische Pulsdiagnose, die aber
meines Wissens nach andere Punkte als die Chinesen tastet und
zum Beispiel Magen/Milz und Galle/Leber Taststellen einfach
seitenverkehrt hat. Claude arbeitet aber nach der chin. Methode.
Wie läßt sich dieser Widerspruch erklären bzw. gibt es dazu
Untersuchungen/Arbeiten ?

Dazu schrieb mir Bodo Schmidt-Ulmer:
P.S.: tibetische Medizin und TCM sind beides systemische Ansätze - ich denke
du kannst nicht einfach die Pulse der tibet. in die TCM Diagnose
miteinbeziehen, dennoch bin ich gespannt, was Gunter antwortet.

Meine Antwort:
Warum nicht ? Meridiane und Meridianbedeutungen sind weitgehend gleich in der TOM (traditionelle orientalischen Medizin), wie kann es also da zu den Diskrepanzen kommen, daß einfach Galle/Leber und Magen/Milz-Taststelle ausgetauscht werden ?
Und du wirst lachen, aber ich habe jetzt erst kürzlich die Lösung zu dem Problem
"geträumt", wobei Lösung wäre vielleicht zu viel gesagt, aber zumindest Ansatz. Ich träumte, daß ich mich in der TCM-Ausbildungsgruppe bei Claude befand und eine Teilnehmerin mir einfach sagte: Ist doch klar:

Durch die Versetzung der Stellen, an denen der Puls gefühlt wird, kann es zu einem Austausch der Qualitäten kommen. Während die chinesische Medizin die erste
Pulstaststelle direkt vor der Radiusapophyse fühlt, tasten die Tibeter die erste
Pulstaststelle hinter der Radiusapophyse (sehr deutlich u.a. in dem Film vom Heilen usw. zu sehen) Damit haben wir dann sogar insgesamt 5 Pulstaststellen, wovon nur die dritte der Chinesen und die erste der Tibeter zusammenfallen. Interessant nun ist, daß es ein chinesisches System gibt, welches Dickdarm und Dünndarm-Puls nicht an der Stelle vor der Radiusapophyse bei Lunge und Herz mißt, sondern genau hinter der Radiusapophyse, so wie es die Tibeter auch tun. Soweit der Traum.
Wenn man sich die ganze Sache nun mal logisch durchdenkt, kommt man auf
interessante Ergebnisse:
Die Pulstaststellen scheinen sich somit - wenn das chinesische wie tibetische System richtig sein sollten - immer oder oft auf der anderen Hand um zwei Taststellen versetzt zu spiegeln.
Im übrigen ist es mal sehr interessant, sich mit den verschiedenen Systemen zu
beschäftigen. Ich kenne mittlerweile nämlich nun 8 verschiedene Systeme, incl. dem System, was Claude Diolosa in seiner Ausbildung propagiert.(eine leichte Abwandlung von Zhang Jie Bing). Eine schöne Übersicht findet man auch in dem Buch von Peter Eckman: In the footsteps of the yellow emperor. Ich werde diese Mail auch öffentlich in die Forumslisten von Gunter Neeb (http://www.tcminter.net/disc2_frm.htm), mein eigenes Forum zur Astromedizin, TCM und Homöopathie (http://www.bunkahle.com/Forum) und die Mailingliste von Peter Weinfurth hineingeben.
Gruß Andreas Bunkahle

TCM-Brett von Gunter Neeb

Re: Chinesische und tibetische Pulsdiagnose
Andreas Bunkahle -- 29 Februar 2000

> beschäftigen. Ich kenne mittlerweile nämlich nun 8 verschiedene Systeme,
> incl. dem System, was Claude Diolosa in seiner Ausbildung propagiert.(eine
> leichte Abwandlung von Zhang Jie Bing).

Korrektur: Eine Abwandlung nach Li Schi Schen, nicht nach Zhang Jie Bing.

Andreas

langanhaltende Verschlimmerung nach C200
Lynn -- 30 März 2000

Hallo zusammen,
vorweg kurz meine Geschichte:
Nach langjähriger, erfolgreicher konstitutioneller Behandlung durch LM-Potenzen erhielt ich eine C200 Pulsatilla mit radikalen Erstverschlimmerungen und neu auftretenden Symptomen, die seit Monaten andauern und meine Gesundheit und Psyche extrem beeinträchtigen. Alle weiteren homöopath. Akutbehandlungen verschlimmerten erneut und brachten keine Besserung.
2 klass. Homöopathen rieten unabhängig voneinander nach fehlgeschlagener Antidotierung: Da bliebe nur abwarten.
Schulmedizinisch gibt es keine Diagnose, die diese plötzlich aufgetretenen, überwiegend körperlichen Beschwerden annähernd erlären könnte.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen mit C200-Potenzen gemacht?
Gibt es z.B. lit. Hinweise auf ähnliche "Überdosierungen" mit derart gravierenden Auswirkungen?
Welche möglichen nichthomöopathischen Hilfsansätze gibt es?

Viele Grüße,
Lynn

Re: langanhaltende Verschlimmerung nach C200
Andreas Bunkahle -- 31 März 2000

Hallo Lynn,

> vorweg kurz meine Geschichte:
> Nach langjähriger, erfolgreicher konstitutioneller Behandlung durch
> LM-Potenzen erhielt ich eine C200 Pulsatilla mit radikalen
> Erstverschlimmerungen und neu auftretenden Symptomen, die seit Monaten
> andauern und meine Gesundheit und Psyche extrem beeinträchtigen. Alle
> weiteren homöopath. Akutbehandlungen verschlimmerten erneut und brachten
> keine Besserung.
> 2 klass. Homöopathen rieten unabhängig voneinander nach fehlgeschlagener
> Antidotierung: Da bliebe nur abwarten.
> Hat jemand ähnliche Erfahrungen mit C200-Potenzen gemacht?
> Gibt es z.B. lit. Hinweise auf ähnliche "Überdosierungen" mit
> derart gravierenden Auswirkungen?
> Welche möglichen nichthomöopathischen Hilfsansätze gibt es?

Wenn du deine Geburtsdaten angibst, kann man möglicherweise eine genauere Analyse des Falls erstellen.

Generelle Vermutung von mir ist folgende:
Wahrscheinlich ist es nicht die C200-Potenz, die dir diese Verschlimmerung gebracht hat, sondern das fehlende Komplementärmittel zu Pulsatilla. Ich vermute, daß Pulsatilla bei dir irgendein Problem, was bereits latent bestand, angetippt hat, aber eben nicht vollständig gelöst hat, weil irgendeine zusätzliche Arzneiinformation, die nötig gewesen wäre, nicht vollständig in der Arznei Pulsatilla vorhanden war. Astrologisch gesprochen: Ein Komplex von Konstellationen wurde durch die astrologischen Konstellationen von Pulsatilla abgedeckt, aber eben nur teilweise. Die nicht abgedeckten Konstellationen springen natürlich durch so etwas noch deutlicher ins Auge oder können sogar dann neue Symptome erzeugen, die vorher gar nicht da waren. Die Tatsache, daß sich Pulsatilla nicht antidotieren ließ, würde ebenfalls dafür sprechen, daß ein wichtiges Problem von dir angetippt, aber nicht vollständig gelöst wurde. Wenn es denn eine Arzneimittelprüfung gewesen wäre, dann hätte auch alles vollständig rückgängig gemacht werden können.

Lösungsansatz: Astrologische Analyse der vorliegenden Konstellationen bzw. welche Konstellationen nicht abgedeckt wurden. Das entsprechende Mittel für die Gesamtheit der vorliegenden Konstellationen eruieren oder ein Komplementärmittel geben, welches die nicht abgedeckten Konstellationen abdeckt.

1. Nebenbemerkung: Viele klassische Homöopathen arbeiten NICHT mit Komplementärmitteln, obwohl Hahnemann mit Bönninghausen in seinen letzten Lebensjahren einen Briefwechsel führte, in dem er ausdrücklich darauf hinwies, wie sinnvoll Komplementärmittel sein können. Die Schüler Hahnemanns haben aber diese Erkenntnis geflissentlich ignoriert und meines Wissens nach sogar unterdrückt, denn was gibt es Schöneres als Dogmen, an denen man sich festklammern kann.

2. Nebenbemerkung: Leider ist es immer noch so, daß 80% aller Homöopathen ihre Therapie auf maximal 30-50 Polychresten aufbauen, zu denen natürlich auch Pulsatilla gehört. Fraglos erhalten sie Erfolge, aber die Könner der Kunst erkennt man daran, daß sie regelmäßig auch kleine, unbekanntere Mittel verschreiben und keine Mühen und Kosten scheuen, sich in der homöopathischen Materia medica fortzubilden, was dazu führt, daß mind. 150-300 Mittel zur Anwendung gelangen. Die großen Mittel oder Polychreste zeichnen sich dadurch aus, daß sie sehr einfach aufgebaut sind, d.h. astrologisch nicht viele astrologische Konstellationen abdecken.

Re: langanhaltende Verschlimmerung nach C200
Lynn -- 31 März 2000

Hallo Andreas,
ersteinmal ein Dankeschön für die schnelle Antwort :-)

> Generelle Vermutung von mir ist folgende:
> Wahrscheinlich ist es nicht die C200-Potenz, die dir diese Verschlimmerung
> gebracht hat, sondern das fehlende Komplementärmittel zu Pulsatilla. Ich
> vermute, daß Pulsatilla bei dir irgendein Problem, was bereits latent
> bestand, angetippt hat, aber eben nicht vollständig gelöst hat, weil
> irgendeine zusätzliche Arzneiinformation, die nötig gewesen wäre, nicht
> vollständig in der Arznei Pulsatilla vorhanden war. Astrologisch
> gesprochen: Ein Komplex von Konstellationen wurde durch die astrologischen
> Konstellationen von Pulsatilla abgedeckt, aber eben nur teilweise. Die
> nicht abgedeckten Konstellationen springen natürlich durch so etwas noch
> deutlicher ins Auge oder können sogar dann neue Symptome erzeugen, die
> vorher gar nicht da waren. Die Tatsache, daß sich Pulsatilla nicht
> antidotieren ließ, würde ebenfalls dafür sprechen, daß ein wichtiges
> Problem von dir angetippt, aber nicht vollständig gelöst wurde. Wenn es
> denn eine Arzneimittelprüfung gewesen wäre, dann hätte auch alles
> vollständig rückgängig gemacht werden können.

Mit dem Gedanken, daß Pulsatilla "tiefere Schichten aufgebrochen" hat, habe ich mich auch schon beschäftigt. Eine starke Verschlimmerung durch die C200 will ich nicht vollkommen ausschliessen, da ich ganz typische, körperliche Pulsatilla-Symptome hatte, die aber nach 2-3 Monaten rückläufig waren.
Letztendlich bedeutet Deine obige Aussage aber auch, dass sich die immernoch vorherrschende Problematik nicht von alleine mit einem "da bleibt nur abwarten" lösen wird.

Insgesamt stehe ich der Homöopathie mittlerweile als weiteren Weg für mich sehr kritisch gegenüber, da jede Erstverschlimmerung (wie erfahren bei Gabe der letzten Mitteln) mich stark zurückgeworfen hat und ich derartige Reaktionen nicht mehr aushalten will. Dies mag egoistisch klingen, aber inbezug auf meine immer noch schlechte körperliche Verfassung vielleicht verständlicher.
Darüberhinaus fällt mir momentan eine genaue Beobachtung meines Befindens während einer Mittelgabe sehr schwer, da es auch ohne diese ständige "Höhen- und Tiefen" gibt, die eine Wirkungsanalyse für mich eigentlich unmöglich machen.
Auf der anderen Seite stelle ich mir natürlich die Frage, welche anderen Heilungsmöglichkeiten existieren, die das, was auch immer von der homöopath. Pulsatilla-Gabe angestoßen wurde, heilen können.
Oder ob nur die Homöopathie hier der Weg sein _kann_..., zumindest als erster Schritt, um einen Ausgleich und "Ruhe" zu bringen.
Wie Du siehst, ich bin mir absolut nicht schlüssig ;-)

> Lösungsansatz: Astrologische Analyse der vorliegenden Konstellationen bzw.
> welche Konstellationen nicht abgedeckt wurden. Das entsprechende Mittel
> für die Gesamtheit der vorliegenden Konstellationen eruieren oder ein
> Komplementärmittel geben, welches die nicht abgedeckten Konstellationen
> abdeckt.

Sollte ich mich trotz Zweifel wirklich nocheinmal für die Homöopathie entscheiden, habe ich natuerlich diesbezüglich noch die Fragen, wie eine soche Analyse abläuft, was sie kostet, und welche genaue Daten Du dafür brauchst.

Vielen Dank für Deine Informationen,
Viele Gruesse,
Lynn

Re: langanhaltende Verschlimmerung nach C200
Andreas Bunkahle -- 31 März 2000

Hallo Lynn,

> Auf der anderen Seite stelle ich mir natürlich die Frage, welche anderen
> Heilungsmöglichkeiten existieren, die das, was auch immer von der
> homöopath. Pulsatilla-Gabe angestoßen wurde, heilen können.

Puh, alles Mögliche könntest du einsetzen: Gang zum Geistheiler, Akupunktur, etc. Homöopathie ist keine Magie, sondern beruht genauso auf Naturgesetzen wie andere Therapien auch.

> Oder ob nur die Homöopathie hier der Weg sein _kann_..., zumindest als
> erster Schritt, um einen Ausgleich und "Ruhe" zu bringen.
> Wie Du siehst, ich bin mir absolut nicht schlüssig ;-)

Tja, letztendlich deine Entscheidung... und natürlich auch deine Angst...

> Sollte ich mich trotz Zweifel wirklich nocheinmal für die Homöopathie
> entscheiden, habe ich natuerlich diesbezüglich noch die Fragen, wie eine
> soche Analyse abläuft, was sie kostet, und welche genaue Daten Du dafür
> brauchst.

Die Analyse für diesen Fall kostet nichts. Sie besteht einfach darin, daß ich mir dein Geburtshoroskop anschaue und überlege, welche Konstellationen die Pulsatilla-Gabe bei dir angestoßen haben könnte und warum du so heftig reagiert hast. Ggf. teile ich dir, wenn mir ein Heilmittel bekannt sein sollte, dieses mit.
Gruß Andreas

Re: langanhaltende Verschlimmerung nach C200
Lynn -- 3 April 2000

Hallo Andreas,

> Tja, letztendlich deine Entscheidung... und natürlich auch deine Angst...

Stimmt genau, meine Angst vor einem neuen derartigen "break-down" ist sehr gross.

> Die Analyse für diesen Fall kostet nichts. Sie besteht einfach darin, daß
> ich mir dein Geburtshoroskop anschaue und überlege, welche Konstellationen
> die Pulsatilla-Gabe bei dir angestoßen haben könnte und warum du so heftig
> reagiert hast. Ggf. teile ich dir, wenn mir ein Heilmittel bekannt sein
> sollte, dieses mit.

Ich nehme Dein Angebot gerne und neugierig an:
Meine Geburtsdaten sind: 13.09.1967, Geburtsort Köln, die Geburtszeit ca. 15.40 Uhr plus/minus x ;-)

Vielen Dank im voraus,
ganz gespannt - Lynn.

Re: langanhaltende Verschlimmerung nach C200
Andreas Bunkahle -- 3 April 2000

> Hallo Andreas,

> Ich nehme Dein Angebot gerne und neugierig an:
> Meine Geburtsdaten sind: 13.09.1967, Geburtsort Köln, die Geburtszeit ca.
> 15.40 Uhr plus/minus x ;-)

Vielen Dank für dein Vertrauen, es wird nicht enttäuscht werden. Nach der Analyse deines Geburtsbildes bestätigt sich tatsächlich die Vermutung, die ich bzgl. des Komplementärmittels für dich hatte.

Astrologisch sieht es wie folgt bei dir aus: Du hast tatsächlich die Konstellationen, für die man normalerweise Pulsatilla verschreibt: MA/UR und MO/NE, indem der Mars sich an der 11.Hausspitze befindet und Mond und Neptun ein Sextil zueinander bilden. D.h. die Verschreibung von Pulsatilla war eigentlich nicht schlecht, ABER:
Es war nicht Pulsatilla angezeigt, sondern ein Mittel, welches zwar mit Pulsatilla verwandt und viel seltener gebraucht wird, weil astrologisch die MO/NE-Konstellation über Sextil und Trigon ganz eng mit Sonne, Pluto und Uranus im 8.Haus zusammenhängt. Pulsatilla hat nun in deinem Fall lediglich MA/UR und MO/NE abgedeckt. Die an MO/NE dranhängende Konstellation von SO/PL/UR "poppt" dadurch umso deutlicher in den Vordergrund und dürfte dir wahrscheinlich seitdem die Scherereien verursacht haben. Man hätte also richtigerweise nicht Pulsatilla geben dürfen, sondern ein Mittel, was die Gesamtheit von MO/SO/PL/UR/NE abdeckt. Mittels des Computerprogramms Petosiris (http://www.bunkahle.com/Astromedizin/Petosiris_frame.htm) und der neuesten Mitteldatenbank (für registrierte Nutzer erhältlich), ersieht man in dem Menüpunkt Konstellationliste der Arzneien sehr deutlich, daß das in Frage kommende Mittel Tartarus stibiatus (Antimon und Weinstein, oft in der Alchemie gebraucht) sein dürfte mit den Konstellationen MA/VE/MO/SO/PL/UR/NE. Dieses Mittel enthält zwar noch zusätzliche Konstellationen, aber die sind auch teilweise in deinem Horoskop gegeben.
Tartarus stibiatus ist ein sehr kleines Mittel und vielen Homöopathen gar nicht bekannt, müßte aber nach astrologischer Mutmaßung deine Symptome zum Verschwinden bringen. Bevor du allerdings das Mittel nimmst, konsultier bitte deinen Arzt oder Heilpraktiker und lasse dieses absegnen. Eine bewährte Methodik aus der C4-Homöopathie in Bezug auf die Einnahme von homöopathischen Mitteln empfiehlt, Arzneien bei Menschen, die besonders stark oder empfindlich reagieren, dadurch zu "geben", indem man die Arznei nicht direkt einnimmt, sondern sie erst eine Zeitlang am Körper z.B. in der Hosentasche oder am Hals trägt. Für manche Menschen reicht diese Art der Arzneigabe völlig aus, ohne daß das Mittel tatsächlich eingenommen werden muß. Bei den meisten bleibt durch diese Verordnung die befürchtete Erstverschlimmerung nach tatsächlicher Einnahme des Mittels aus oder tritt nur milder auf.
Gruß
Andreas

Re: langanhaltende Verschlimmerung nach C200
Lynn -- 4 April 2000

Hallo Andreas,

ganz zu Anfang herzlichen Dank für Deine Mühe,

> Tartarus stibiatus ist ein sehr kleines Mittel und vielen Homöopathen gar
> nicht bekannt, müßte aber nach astrologischer Mutmaßung deine Symptome zum
> Verschwinden bringen. Bevor du allerdings das Mittel nimmst, konsultier
> bitte deinen Arzt oder Heilpraktiker und lasse dieses absegnen. Eine
> bewährte Methodik aus der C4-Homöopathie in Bezug auf die Einnahme von
> homöopathischen Mitteln empfiehlt, Arzneien bei Menschen, die besonders
> stark oder empfindlich reagieren, dadurch zu "geben", indem man
> die Arznei nicht direkt einnimmt, sondern sie erst eine Zeitlang am Körper
> z.B. in der Hosentasche oder am Hals trägt. Für manche Menschen reicht
> diese Art der Arzneigabe völlig aus, ohne daß das Mittel tatsächlich
> eingenommen werden muß. Bei den meisten bleibt durch diese Verordnung die
> befürchtete Erstverschlimmerung nach tatsächlicher Einnahme des Mittels
> aus oder tritt nur milder auf.

...und vielen Dank für diese Hinweise.
Bei der zuletzt gesetzten Mittelgabe Palldium metallicum vor fast 6 Monaten, übrigens meines Wissens auch ein sehr kleines Mittel, brachte selbst eine zweimal verdünnte LM6 eine (zu) heftige Irritation. Letztendlich wurde mir von meinem HP empfohlen, die Delution zu riechen.
Dein Tipp, das Mittel ersteinmal lediglich bei mir zu tragen, wird mir den "Wiedereinstieg" mit Sicherheit erleichtern.
Also nochmals vielen Dank, sollte ich mich hierfür entscheiden, werde ich Dir bei Interesse gerne meine neuen Erfahrung im Rahmen des Forums mitteilen.

Viele Gruesse,
Lynn.

Astromedizin
Christa -- 10 April 2000


Andreas Bunkahlte wrote:
Von der Fertigung des Begriffs "Astromedizin"
Andreas Bunkahle:
Diese Aussage ist nicht zutreffend, weil die Medizin - nicht die
Schulmedizin eben - sich nicht auf die Person und ihre
Ausübungen bezieht sondern auf ihre nicht gelebten Inhalte.
Medizin umfaßt ebenfalls die Künste der Homöopathie oder
anderer Heilrichtungen, die sich nicht auf die Ausübungen
einer Person beschränken sondern sich auf die
zugrundeliegenden nicht erfahrenen Inhalte in Leben und
Schicksal dieser Personen beziehen, die sich in der Krankheit
zeigen.

Eine Medizin, die sich explizit auf die nicht gelebten Inhalte bezieht und auf die zugrundeliegenden nicht erfahrenen Inhalte in Leben und Schicksal eines Menschen, wie Du schreibst, ist nicht bekannt, schon gar nicht eine, die den Schicksalsbegriff in irgendeiner relevanten Weise in Betracht zieht. Wenn ja, dann müßte es Dokumente, Nachschlagewerke von "Medizinern" geben. Ich kann mir keinen einzigen Mediziner vorstellen, der Deine Aussage unterschreiben würde.
Warum stehst Du nicht einfach zu Deinem Plagiat? Plagiatoren hat´s schon immer gegeben, Goethe hat seinen Faust auch zusammengeklaut. Daß das Original allergisch auf schlechte Kopien reagiert, ist in gewisser Weise verständlich, ja durchaus menschlich.

Christa

Re: Astromedizin
Andreas Bunkahle -- 11 April 2000

Hallo Christa,

> Andreas Bunkahlte wrote:
> Von der Fertigung des Begriffs "Astromedizin"
> Andreas Bunkahle:
> Diese Aussage ist nicht zutreffend, weil die Medizin - nicht die
> Schulmedizin eben - sich nicht auf die Person und ihre
> Ausübungen bezieht sondern auf ihre nicht gelebten Inhalte.
> Medizin umfaßt ebenfalls die Künste der Homöopathie oder
> anderer Heilrichtungen, die sich nicht auf die Ausübungen
> einer Person beschränken sondern sich auf die
> zugrundeliegenden nicht erfahrenen Inhalte in Leben und
> Schicksal dieser Personen beziehen, die sich in der Krankheit
> zeigen.

> Eine Medizin, die sich explizit auf die nicht gelebten Inhalte bezieht und
> auf die zugrundeliegenden nicht erfahrenen Inhalte in Leben und Schicksal
> eines Menschen, wie Du schreibst, ist nicht bekannt, schon gar nicht eine,
> die den Schicksalsbegriff in irgendeiner relevanten Weise in Betracht
> zieht. Wenn ja, dann müßte es Dokumente, Nachschlagewerke von
> "Medizinern" geben. Ich kann mir keinen einzigen Mediziner
> vorstellen, der Deine Aussage unterschreiben würde.

Tja, solch eine Medizin und zwar in Form der modernen homöopathischen Schulen nach Bad Boll oder Vithoulkas ist in der Tat vorhanden, auch wenn DU sie nicht kennen solltest (vielleicht empfiehlt es sich doch von Zeit zu Zeit über den Gartenzaun der Rhythmenlehre hinauszuschauen, Döbereiner ist sicher ein hervorragender Astrologe, wenn nicht sogar ein Meister der Astrologie, aber auch nicht die Quelle aller Weisheit). Es gibt sogar mittlerweile Nachschlagewerke wie das symbolische Repertorium und die symbolische Materia Medica von Martin Bomhardt, in denen das Erfahrungswissen der homöopathischen Schule von Bad Boll zusammengetragen wurde.

> Warum stehst Du nicht einfach zu Deinem Plagiat? Plagiatoren hat´s schon
> immer gegeben, Goethe hat seinen Faust auch zusammengeklaut. Daß das
> Original allergisch auf schlechte Kopien reagiert, ist in gewisser Weise
> verständlich, ja durchaus menschlich.

Fraglos ist Döbereiner mein astrologischer Lehrer und als solcher auch in meinem Repertorium erwähnt worden. Das Repertorium ist aber kein Plagiat, denn wenn du es lesen solltest, wirst du Inhalte finden, die du bei Döbereiner nicht findest oder auch z.B. abweichende Konstellationszuordnungen zu Arzneien, die Döbereiner völlig anders angibt. Richtig ist, daß ich mich bei der Zuordnung von Symptomen zu Konstellationen sehr eng an seine Lehren gehalten habe, weil ich denke, daß es nichts Besseres in dieser Beziehung gibt. Genauso aber wie es in der Naturwissenschaft kein Plagiat von Gesetzen der Physik oder Chemie geben kann, weil eben für alle verbindlich, so war es zur Erhaltung der Qualität notwendig, sich auf Döbereiners Erkenntnisse zu stützen. Du magst das Plagiat nennen, aber es ist keines.

Dass das Original "allergisch" auf "schlechte" Kopien reagiert, hat weniger damit zu tun, daß er eben auch nur menschlich ist, sondern daß er meiner Meinung nach seinen Mond im zwölften Haus und die damit verbundene Problematik der Geschlechtskonkurrenz noch nicht erlöst hat. Keinem seiner Schüler ist es erlaubt eigene Veröffentlichungen herauszugeben oder Seminare anzubieten, wenn er es nicht ausdrücklich erlaubt hat, sofern diese nicht mit Ausschluß aus seiner Schule oder Seminarverbot belegt werden wollen. Selbstverständlich ist das sein gutes Recht, aber es stellt sich doch die Frage, warum er so reagiert. Sicherlich eben wegen der Abschreiber, die seine Leistungen und Erkenntnisse nicht ehren und zitieren. Frage ist aber doch, wer ist Täter und wer ist Opfer ?
Wer sich tiefer mit Schicksalsfragen beschäftigt, stellt früher oder später fest, daß der böse "Täter" immer ein "Opfer" vor sich hat, welches eine Disposition zu seinem Leiden oder Schicksal hat, wie Döbereiner es selber mal mit dem Thema von Vergewaltigungen aufgerollt hat. Er selbst hat nun auch ein Horoskop und muß das damit zusammenhängende Schicksal und die damit zusammenängende Disposition leben, welches sich in Bezug auf die Abschreiberproblematik ergibt. Das bedeutet nicht, daß er dies erleiden muß, sondern daß er dieses durchaus in die Erlebensform bringen kann. Es kann sein, daß sich an der äußeren Situtation dadurch für ihn nicht viel verändert, aber in seiner inneren Wahrnehmung und dem damit verbundenen Nicht-mehr-leiden-müssen.
Konkret astrologisch:
Krebs-AC mit MO in 12, PL direkt auf dem AC, MO in Konjunktion Mondknoten und Opposition SA, MO ca. auf einem SA/UR-Gruppenschicksalspunkt bei 13 Grad Zwilling. Wenn man weiterhin die Parallelschein-Aspekte berücksichtigt, finden wir erstaunlicherweise eine "4er-Konjunktion" der Planeten MA, MO, PL, und SA vor (Deklinationen dieser Planeten:MA: 21:01, MO: 22:18, PL: 21:38, SA: 21:22).
Betrachtet man die Synthese dieser Faktoren, wird verständlich, warum er so eine große Angst vor Abschreibern hat: Es ist nicht nur die simple, ja fast harmlose Form einer Geschlechtskonkurrenz a la MO/NE oder Pulsatilla, sondern diese Gesamtkonstellation geht an die Substanz, ist sogar unter Umständen lebensgefährdend und war es sogar auch teilweise, so weit ich weiß. Es geht um Geschlechtskonkurrenz in der Form von Untergang und Vernichtung, wenn zugelassen wird, daß die Ursprungslosen (z.B. SO/UR) wie in einem Sog manisch getrieben das Ruder an sich reißen und alle seine persönlichen Erfahrungen, Erkenntnisse und Opfer seines Lebens schlichtweg ignorieren und nur noch "verwerten". Seine Haltung wird durch den Blick ins Horoskop sehr viel verständlicher.
Andererseits muß es aber doch für ihn persönlich eine Lösung geben, wo er eben nicht mehr ärgerlich / allergisch gegen diese Vorgänge reagieren muß, sondern einen inneren Halt findet, der die Angst nimmt und zugleich Schutz vor diesem Unbill und Segen für seine Person und Arbeit gewährleistet, oder ? Eine Haltung, die es seinen wirklichen Schülern ermöglicht, auch aus seinem Schatten heraustreten zu können und eigene Aktivitäten oder Forschungen zu entfalten, wenn sie ihren Usprung, d.h. ihren Meister, ehren ?
Vielleicht ist diese Lösung mit der Astromedizin möglich ? Unter Umständen mit Natrium phosphoricum (MA/ME/MO/SA/UR) und Baptisia (MA/MO/PL/SA/UR/NE nach meinem bisherigen Kenntnisstand) ?

Andreas

Links zur Rhythmenlehre

Re: Astromedizin
Christa -- 22 April 2000

Vithoulkas kenne ich als fanatischen Einzelmittelhomöopathen, der nur die psychologischen Seite abdenkt, aber nicht als Schicksalsdeuter.
Bad Boll kenne ich nicht, aber wenn es sich um 1-2 Außenseiter handelt,
dann kann man doch nicht von denen als "Der Medizin" sprechen.
Das klingt wie eine Ausrede. Demnächst gibt es die "Astrochirurgie" oder
"Astrogynekologie" usw..
Würdest Du Deine Geburtsdaten hier veröffentlichen, ich würde mir gern
ein Bild davon machen und die Sache vom ursprünglichen her betrachten.
Viele Grüße
Christa

Re: Astromedizin
Andreas Bunkahle -- 22 April 2000

Hallo Christa,

> Vithoulkas kenne ich als fanatischen Einzelmittelhomöopathen, der nur die
> psychologischen Seite abdenkt, aber nicht als Schicksalsdeuter.

"Fanatischer Einzelhomöopath" ? Du denkst also, daß nur die Hömopathen nicht fanatisch sind, die Komplexmittel verschreiben ? Oder gibt es für dich auch nicht fanatische Einzelhomöopathen ? Und wer sind dann die fanatischen Komplexmittel-Homöopathen ? Herr Döbereiner ? Oder glaubst du, daß man als Schicksalsdeuter nicht fanatisch sein kann ? Oder schützt die Rhythmenlehre ihre Anhänger vor Fanatismus ? Und wie definierst du Fanatismus (astrologisch) ? Oder wie stellst du fest, daß jemand fanatisch ist ?

> Bad Boll kenne ich nicht, aber wenn es sich um 1-2 Außenseiter handelt,
> dann kann man doch nicht von denen als "Der Medizin" sprechen.

Tja, dann solltest du dich mal mit Bad Boll beschäftigen. Ignoranz macht deine Aussagen nicht gerade glaubwürdiger. Es handelt sich keineswegs um 1-2 Außenseiter, sondern um eine ganze Schule, wie ich schrieb. Sehr lohnenswert sind die Berliner Homöopathietage, die zweimal jährlich stattfinden und wo man sich ein Bild dieser sehr lebendigen Art von Homöopathie machen kann. Interessanterweise gibt es in München nicht sehr viele Homöopathen, die diese Richtung verfolgen. München ist, homöopathisch gesehen, relativ konservativ.

> Würdest Du Deine Geburtsdaten hier veröffentlichen, ich würde mir gern
> ein Bild davon machen und die Sache vom ursprünglichen her betrachten.

Die findest du im dritten Band meines Repertoriums als 5.Septar im Fall Nr.3. Dürfte ich ebenfalls um deine Geburtsdaten bitten ? Dankeschön.

Gruß Andreas

Re: Astromedizin/Geburtsdaten
Christa -- 22 April 2000

Ganz schön geschickt Dein geschäftstüchtiger Hinweis mit Deinen Geburtsdaten :-))
Ich weiß aber noch nicht, ob ich mir deshalb Dein Buch kaufen sollte. Ich würde mich freuen, wenn Du trotzdem so großzügig wärst, diese hier zu veröffentlichen. Ich werde dazu hier auch nichts schreiben, nur in meinem stillen Kämmerlein darüber nachdenken - versprochen!
Meine Geburtsdaten:
13.01.68, 11:55 Uhr, Hannover
Mag sein, daß es einige gute Homöopathen gibt, die aus Hahnemanns rationalen Fußstapfen herausgetreten sind, aber es sind immer noch Homöopathen im Gegensatz zu den Allopathen. Es sind alles "Mediziner", stimmt auch, aber ein Gehirnchirurg, ein Pathologe etc.. ist auch ein Mediziner, deswegen ist der Begriff "Medizin" viel zu weit gefaßt, um eine Aussage zu sein. Es ist "alles und nichts". Der Begriff "Astrohomöopathie" wäre für Deine astrologische Repertorisation stimmiger gewesen.
Das Wort Astromedizin" ist einfach so gut wie "Naturwissenschaft" oder "Wir gehören dazu" so nach dem Motto. Er sagt schon die Kooperation mit der naturwissenschaftlichen Standesvertretern voraus, was Deine Zelltheorie, die Du bei astrologix veröffentlicht hast, bestätigt. Das ist doch der Punkt, der Döbereiner so aufregt. "Nicht nur das alles übernommen wird, nein , es wird gleich der Naturwissenschaft als Geschenk angeboten...."

Viele Grüße
Christa

Re: Astromedizin ->Dümmer geht´s nimmer
Stefan -- 23 April 2000

Wenn man weiß, daß Hahnemann seine Grundsätze aus der Alchemie des Paracelsus und der Antike (das weiß ja nun jeder Homöopath mitlerweile) abgeleitet hat, diese dem Wesen nach als Spagyrik dem Astrologischen Weltbild angehörte und Hahneman zwanghaft versuchte, diese Anschauungen der Aufklärung zu unterwerfen (mit Erfolg, wie man heute immer noch sieht: "Astromedizin"), so ist Deine "Entgegnung" wohl ad absurdum geführt.
Dümmer geht´s eben nimmer!

Re: Astromedizin/Geburtsdaten
Andreas Bunkahle -- 23 April 2000

> Ganz schön geschickt Dein geschäftstüchtiger Hinweis mit Deinen
> Geburtsdaten :-))
> Ich weiß aber noch nicht, ob ich mir deshalb Dein Buch kaufen sollte. Ich
> würde mich freuen, wenn Du trotzdem so großzügig wärst, diese hier zu
> veröffentlichen. Ich werde dazu hier auch nichts schreiben, nur in meinem
> stillen Kämmerlein darüber nachdenken - versprochen!
> Meine Geburtsdaten:
> 13.01.68, 11:55 Uhr, Hannover

Die Daten sind: 11.07.68, 6:45 OEZ, Johannesburg, Südafrika

Gruß Andreas

Dümmer geht´s immer (wie man sieht)
Andreas Bunkahle -- 25 April 2000

> Wenn man weiß, daß Hahnemann seine Grundsätze aus der Alchemie des
> Paracelsus und der Antike (das weiß ja nun jeder Homöopath mitlerweile)
> abgeleitet hat, diese dem Wesen nach als Spagyrik dem Astrologischen
> Weltbild angehörte und Hahneman zwanghaft versuchte, diese Anschauungen
> der Aufklärung zu unterwerfen (mit Erfolg, wie man heute immer noch sieht:
> "Astromedizin"), so ist Deine "Entgegnung" wohl ad
> absurdum geführt.

> Dümmer geht´s eben nimmer!

Ja, lieber Stefan, dümmer geht´s immer noch... (wie man sieht)

erklär mir doch gerade mal, wo ich in der Rhythmenlehre alchimistische Mittel finde ? Ich dachte immer, es werden Homöopathika in den Laufzetteln genannt ?
Wieso eigentlich Homöopathika ? Es wäre doch besser, wir würden den Anfängen wehren, und diesen "aufgeklärten" Mist von Homöopathie gleich mit Stumpf und Stiel über Bord werfen ? Wieso überhaupt Homöopathie ?

Wenn schon, denn schon.....
Im übrigen verstehe ich durchaus deinen Einwand, daß Homöopathie eine Art abgehalferte Alchemie ist, aber es ist die Frage, wie sich die Naturheilkunde im letzten und diesen Jahrhundert ohne Homöopathie entwickelt hätte, was aber weder du noch ich definitiv beantworten kannst. Ich bin sehr froh, daß Hahnemann die Homöopathie fand - ob die Alchemie damit damals verhindert worden ist oder nicht, man weiß es nicht.

Übrigens: Wenn du dich wirklich für Alchemie interessierst (oder ging es hier nur darum, ein Statement abzulassen - hast du schon mal alchemistische Mittel genommen und kennst du überhaupt den Unterschied zu homöopathischen ?) dann kann ich sehr Herrn Dr. Dietrich Schönemann aus Klagenfurt empfehlen. Er weist interessante Ähnlichkeiten zu Herrn Döbereiner auf sowohl in Vita wie in Horoskop. Seines Zeichens Astrologe, Linguist, Chirologe und Alchemist und zugleich Botaniker und Mediziner, allerdings nach einem Strafverfahren nie approbiert (er hatte bereits in seiner Studienzeit erfolgreich Patienten geheilt, was ihm seine Neider ankreideten). Herr Dr. Schönemann ist praktizierender Alchemist und gibt auch eine Zeitschrift namens NOI heraus (vgl. Ex Nihilo, hmmm.....). Er hält zur Zeit hauptsächlich Sprachseminare und Chirologieseminare. Adresse auf Anfrage.
Andreas

Wurde Hahnemann geklont,sind Abschreiber ein Nat..
Stefan -- 26 April 2000

Wurde Hahnemann geklont,, sind Abschreiber ein Naturphänomen oder sterben seine Ableger niemals aus??
> erklär mir doch gerade mal, wo ich in der Rhythmenlehre alchimistische
> Mittel finde ? Ich dachte immer, es werden Homöopathika in den Laufzetteln
> genannt ?
Eigentlich wundert´s mich nicht, daß ich es Dir erklären muß... Homöopathika sind alchemistische Mittel, nur wurden sie von Hahnemann dermaßen durchrationalisiert, so daß sie einer reinen Symptompathologie unterworfen, damit dem Ursprung (Gestalt-u. Formenlehre=Siganturenlehre) völlig enthoben wurden.
>.., aber es ist die Frage, wie sich die
> Naturheilkunde im letzten und diesen Jahrhundert ohne Homöopathie
> entwickelt hätte, was aber weder du noch ich definitiv beantworten kannst.
> Ich bin sehr froh, daß Hahnemann die Homöopathie fand - ob die Alchemie
> damit damals verhindert worden ist oder nicht, man weiß es nicht.
..das kann ich mir vorstellen! Ganz sicher kann man heute sagen:
Wenn Hahnemann nicht diese unsägliche Sauerei begangen hätte, stünde die Naturheilkunde heute auf einer ganz anderen Stufe. Er hat denen die Wirkung genommen, die zu seiner Zeit eine ganz andere Lehre vertraten.
Um deutlich zu machen, was Hahnemann für einen widerlichen Handriff vollzog:

"Nur das Gleichartige soll für das Zugehörige verwendet werden. Kaltes überwindet nicht das Heiße, auch das Heiße nicht das Kalte bei den entstandenen Krankheiten..... Die Behandlung muß mit dem vorgenommen werden, was die Krankheit erzeugt. Jeder Arzt soll wissen, daß er zwei Bäume, bei einer Behandlung mischt, daß er die Regeln einhalte, bei den Krankheiten Mercruiii den Mercurium zu geben, bei den Krankheiten Salis Salem, bei den Krankheiten Sulphuris Sulfur. Bei jeder Krankheit soll das Passend, wie es sich geziemt, gegeben werden."

Das hat nicht etwa Hahnemann geschrieben. Das ist ein Zitat aus PARACELSUS Sämtliche Werke, S.640-641)
Es ist auch nachgewiesen, daß Hahnemann Paracelsus gelesen hat, nur hat er ihn keines Wortes in seinem Organum gewürdigt, obwohl er die Grundsätze in verfälschter Weise von ihm übernommen hat - wahrscheinlich gerade deshalb. Er hat ein Quentchen Wahrheit aus einem Gesamtgebäude geraubt und der damaligen rational-intellektuellen Geistesströmung als "Stein der Weisen" verkauft.
Mit welchen Resultat? Was war der Preis?
Daß es statt eines vollständigen Lehrgebäudes die "Klassische Homöopathie" mit ihren "großartigen Mißerfolgen" und Schädigungen in Hochpotenz gibt.
Es gibt Leute, die behaupten, daß Hahnemann als Freimaurer die Aufgabe hatte, das Wissen, das Paracelsus ausgeplaudert hatte, für die Masse der nicht Eingeweihten zu verfälschen.. Mit oder ohne Auftrag - es ist ihm gelungen.
Heute haben wir dann noch als Beigabe ein "Astrologisch-Homöopathisches Repertitorium.
Stefan

Homöopathie = Alchemie ???
Andreas Bunkahle -- 26 April 2000

> Eigentlich wundert´s mich nicht, daß ich es Dir erklären muß...
> Homöopathika sind alchemistische Mittel, nur wurden sie von Hahnemann
> dermaßen durchrationalisiert, so daß sie einer reinen Symptompathologie
> unterworfen, damit dem Ursprung (Gestalt-u. Formenlehre=Siganturenlehre)
> völlig enthoben wurden.

Dies ist definitiv nicht richtig. Homöopathika sind keine alchemistischen oder spagyrischen Mittel, weil diese sich immer möglichst aus den drei philosophischen Prinzipien zusammensetzen: Sulfur, Sal und Mercur. Homöopathika sind interessanterweise meines Erachtens durch ihre Herstellung und Darstellungsweise dem Mercur-Prinzip allein am ähnlichsten. Sie wären also allenfalls ein Bestandteil von alchemistischen Mitteln. Soweit ich das abschätzen kann, versucht Witold Ehrler mit seiner C4-Homöopathie sich wieder dem sulfurischen und salischen Anteil der Arzneien anzunähern. Aber reine Homöopathika weisen keinen sulfurischen oder salischen Anteil auf. Ich vermute auch, daß du noch keine alchemistisch hergestellten Metallpräparate oder Spagyrika eingenommen hast. Persönlich habe ich den Unterschied sehr deutlich bei der Einnahme einer C6 des Sulfurs von Quecksilber gemerkt. Die Wirkung ist eine durchgehend andere, der Unterschied läßt sich bei Quecksilber ungefähr so beschreiben, daß du eine Art Segen erfährst, der sich z.B. in Form eines starken Mitgefühls für andere Wesen äußert, was ich persönlich vom homöopathischen Quecksilber als Wirkung bei mir nicht behaupten konnte.

Und die gute Nachricht lautet: Es gibt mittlerweile wieder eine Signaturenlehre in der Homöopathie, und zwar in den neueren homöopathischen Schulen. Damit ist natürlich die Homöopathie noch lange keine Alchemie. Wie gesagt, die Wirkung der homöopathischen Mittel ist weit nicht so tiefgreifend.

> ..das kann ich mir vorstellen! Ganz sicher kann man heute sagen:
> Wenn Hahnemann nicht diese unsägliche Sauerei begangen hätte, stünde die
> Naturheilkunde heute auf einer ganz anderen Stufe. Er hat denen die
> Wirkung genommen, die zu seiner Zeit eine ganz andere Lehre vertraten.

Ja, wäre möglich. Richtig ist selbstverständlich, daß Hahnemann die Alchemie "ausgeschlachtet" hat und nur ein Gerippe von ihr verwendet hat. Allerdings fiel die Zeit der Aufklärung und Hahnemanns Zeit (1755 geboren) rhythmentechnisch gesehen sind in eine Zeit von Widder und Zwilling (1967 sind 90er und 600Jahr Rhythmus nach Döbereiner auf 0 Grad Krebs, d.h. 90 Jahr-Rhythmus: 1877 0 Grad Zwilling, 1787 0 Grad Stier, 1697 0 Grad Widder, d.h. Hahnemann wurde dem 600 Jahr Rhythmus nach im Zwilling und dem 90 Jahr Rhythmus im Widder geboren: MA/ME: Rationalität und Aufklärung, Entwurzelung und Herausgerissensein aus der mystischen Erfahrung) , so daß
sich die Frage aufwirft, ob die Alchemie ohne die Homöopathie in der damaligen Zeit überhaupt die allgemeinen Zeitverhältnisse betrachtend eine Chance gehabt hätte. Ich vermute eher nicht. Homöopathie war so gesehen eine adäquate Form der Zeitentsprechung der Aufklärung. Natürlich wäre es heute ein Unfug, die klassische Homöopathie in Ehren zu halten, weil es einfach nicht mit der Zeitqualität entspricht. Und gottseidank entwickelt sich die Homöopathie auch weiter, sonst gäbe es auch bald Zustände in der Homöopathie wie in der Anthroposophie, wo eine C30 als Hochpotenz gilt: Das war für Anfang dieses Jahrhunderst sicher noch richtig.

> Um deutlich zu machen, was Hahnemann für einen widerlichen Handriff
> vollzog:

> Es ist auch nachgewiesen, daß Hahnemann Paracelsus gelesen hat, nur hat er
> ihn keines Wortes in seinem Organum gewürdigt, obwohl er die Grundsätze in
> verfälschter Weise von ihm übernommen hat - wahrscheinlich gerade deshalb.

Na wie gut, daß ich Herrn Döbereiner ausdrücklich im Vorwort meines Repertoriums namentlich erwähnt und gedankt habe (und hoffentlich meinen Ursprung damit geehrt habe). Nach wie vor bin ich sehr dankbar, denn ich hätte mich sicher nicht oder vielleicht viel später erst mit Astrologie beschäftigt, wenn er nicht seine astrologische Richtung begründet hätte.

> Er hat ein Quentchen Wahrheit aus einem Gesamtgebäude geraubt und der
> damaligen rational-intellektuellen Geistesströmung als "Stein der
> Weisen" verkauft.
> Mit welchen Resultat? Was war der Preis?
> Daß es statt eines vollständigen Lehrgebäudes die "Klassische
> Homöopathie" mit ihren "großartigen Mißerfolgen" und
> Schädigungen in Hochpotenz gibt.

Na, das würde ich nicht unterschreiben. Sicher: Homöopathie = abgehalferte Alchemie und daß Hahnemann Paracelsus nicht genügend geehrt hat - ich kann es nicht beurteilen, da ich Hahnemanns Schriften zu wenig kenne, aber zu behaupten, daß Homöopathie mit großartigen Mißerfolgen und Schädigungen in Hochpotenz gleichzusetzen sei, heißt die Realität im Sinne von MA/PL zu verkennen. Ich selbst persönlich kenne hervorragende homöopathische Heilungserfolge nicht zuletzt an mir selbst. Und auch klassische Homöopathen sollen schon geheilt haben. Wie heißt es doch: Wer heilt, hat Recht...?

> Heute haben wir dann noch als Beigabe ein
> "Astrologisch-Homöopathisches Repertitorium.
> Stefan

Back to the roots ?? ;-)

Andreas

Re: Wurde Hahnemann geklont,sind Abschreiber ein N
Sabine -- 26 April 2000


Liebster Stefan!

Nachdem Du gerade dabei bist, hier "unsägliche Sauereien" aufzudecken, möchte ich Dir vorschlagen,
doch beim Ursprung anzufangen und Dich darüber zu informieren, von wem Paracelsus (nach eigenen
Angaben übrigens!) seine Kenntnisse hat.

Sabine

Liebe Döbereiner-Verteidiger/innen!
Jutta -- 26 April 2000

Liebe Döbereiner-Verteidiger/innen!

Ich schätze und achte Herrn Döbereiner und seine Arbeiten sehr, auch habe ich tiefes Mitgefühl für seine durchaus berechtigten Ängste, bestohlen zu werden.
Jede Art von Fanatismus hat ihre Ursachen, auch jener Menschen, die mir persönlich gar nicht passen. Leider beobachte ich immer wieder, dass unter den „Anhängern“, Verteidigern, Schülern ... Döbereiners ein Ton herrscht, der weder Wolfgang Döbereiner persönlich noch all jenen gerecht wird, die wirklich und wahrhaftig an der Lösung all unserer eigenen sowie gemeinsamen Probleme arbeiten. Geht es nicht alles etwas freundlicher? Dass uns das Leben, was ohnehin schon so zwanghaft verstellt ist, ein wenig mehr Spaß macht? Dass wir auch an den Hoffnungen arbeiten und nicht immer nur das fördern, was uns ständig die Lust und Laune verdirbt?
Das ist anstrengend, keine Frage. Andere Lösungsmöglichkeiten sehe ich allerdings nicht, denn ohne eine solche hoffnungsvolle Einstellung zum Leben kann die beste Lehre, der intelligenteste Plan, die tollste Idee, die größte Schule ... keine heilenden Kräfte entfalten und fördern! Da ist es völlig schnurz, wie wer was wo wann warum ... Gibt es solche sich im Teufelskreis hochschraubenden Diskussionen nicht schon im Überfluss?
Nicht nur über Uranus reden, sondern ihn leben! Das ist die wahre Kunst!

In diesem Sinne herzliche Frühlingsgrüße vom Lande

Jutta

Paracelsus stand in der Tradition seiner Vorgänger
Stefan -- 26 April 2000

> Liebster Stefan!

Hallo "Bienchen",

Paracelsus stand in der Tradition seiner Vorgänger und Mitstreiter im Gegensatz zu Hahnemann, der einen außerordentlichen Verrat an einem selbständigen Weltbild beging und folgerichtig revierlos wurde. Alle Ursprungslosen werden über kurz oder lang revierlos.
Wenn heute ein Bunkahle mit einer wissenschaftlichen"Zelltheorie" anfängt, von allen etwas zusammen klaut, alles in ein Topf schmeißt, von Fung-zu Kitsch bis Psycho-Vithoulkas und "astromedicine" dann weiß man doch wie der Hase läuft.
Aber jeder bekommt eben das, was zu ihm paßt. Wer die Originale nicht erträgt, muß halt in den Eso-Supermarkt.
Viel Spaß mit den Sonderangeboten!
Stefan

Ist jemand angeklagt`?
Stefan -- 26 April 2000

Wieso sollte hier jemand Döbereiner verteidigen? Ist er etwa angeklagt?

Es ist schon viel verlangt, Parasiten zu dulden und fressen zu lassen, was Döbereiner ja in der Regel zuläßt, aber dagegen nichts sagen zu dürfen, noch ausgesprochen "gastfreundlich" zu bleiben, diese auch noch zu streicheln, ich weiß nicht....von mir aus..., ab einer bestimmten Stufe des Vergehens gibt es nicht mehr viel zu diskutieren.
Der hier geht sowieso unter, wenn der Uranus in 3 1/2 Jahren seinen Pluto sprengt. Gefertigt wurde die "Astromedizin" 1996/97 über den Pluto unten über den Skorpion und kam oben ganz "rein und fein" als Neptun oben.
Möge es jeder nachrechnen...

Stefan

Re: Homöopathie = Alchemie ???/Ursprung ehren LOL
Stefan -- 26 April 2000

A.Bunkahle:
> Na wie gut, daß ich Herrn Döbereiner ausdrücklich im Vorwort meines
> Repertoriums namentlich erwähnt und gedankt habe
>(und hoffentlich meinen Ursprung damit geehrt habe).

Das finde ich Klasse! Du sagst es ja selber: "meinen Ursprung geehrte habe".
Deutlicher kann man es nicht sagen...
Jeder hat eigentlich seinen eigenen Ursprung, Du scheinbar nicht.
Das Unbewußte sucht schon seinen Weg ins Bewußtsein über die Sprache - oder wie manch Halbundhalb-Gebildeter würde sageb: "eine Freudsche Fehlleistung".
Hörst Du noch nicht allseits die Hühner lachen?
und die Vogel Tirili tirila Zell Theorie trillern?

Re: da fällt mir kein Titel mehr ein
Jutta -- 26 April 2000

Lieber Stefan,

ich weiß nicht, ob ich mich so missverständlich ausgedrückt habe, glaube es allerdings nicht ... nun denn, alles lässt sich missverstehen, wenn man will ...
Ich habe weder gesagt, dass Parasiten zu dulden seien, noch dass ich fordere, nichts dagegen sagen zu dürfen ... aber lassen wir das.
Mir liegt daran, etwas zur Gesundung beizutragen:
Wer auch immer wann und wie untergehen mag ... das kann ich nicht vorhersagen, darum erspare ich mir die Rechnerei, die ja selbst nichts anderes ist als „Pluto“, d. h. vorstellungsbezogen. Auf diese Weise kann ich mir meine gesamte Zukunft verstellen. Ich lebe aber hier und jetzt und verbeiße mich nicht in solchen Bildern.
Für Herrn Döbereiner wäre es allerhöchste Zeit, dass er endlich von sich aus Abwehrkräfte entwickelt, um die Parasiten, wo auch immer sie herumschwirren mögen, auszustoßen. Einen anderen Weg sehe ich nicht.
Dies aber habe ich Herrn Döbereiner schon oft persönlich geschrieben, und es gehört nicht weiter in ein solches Forum.
Ich kenne all die scheußlichen Gefühle bestens aus eigener Erfahrung, Hass, Ekel ... Angst ... gegen Parasiten. Meist hockten die wirklich saugenden aber viel tiefer in meiner Seele ... als ich es wahrhaben wollte ... und viel näher dran ...
Doch ich möchte zu diesem Thema nichts weiter äußern, denn das kann jeder Mensch nur wirklich durch sich alleine erfahren ... im Sinne des Uranus.

Viel Glück und beste Grüße

Jutta

Paracelsus war revier- aber nicht ursprungslos
Andreas Bunkahle -- 27 April 2000

> Hallo "Bienchen",

> Paracelsus stand in der Tradition seiner Vorgänger und Mitstreiter im
> Gegensatz zu Hahnemann, der einen außerordentlichen Verrat an einem
> selbständigen Weltbild beging und folgerichtig revierlos wurde. Alle
> Ursprungslosen werden über kurz oder lang revierlos.

Interessanterweise war Paracelsus wie kaum jemand anders revierlos und das fast sein ganzes Leben lang. Hahnemann war es eine zeitlang in seinem Leben häufig, aber nicht immer. Revierlosigkeit (NE im ersten Quadranten) hat mitnichten etwas mit Ursprungslosigkeit (Planeten des zweiten Quadranten im vierten und umgekehrt), da schmeißt du ziemlich was durcheinander. Bisweilen verstehe ich auch deine Argumente nicht ganz, wie im letzten Posting an mich. Es täte etwas mehr zur Sache, wenn du Ursprungslosigkeit mal (auch astrologisch) definieren würdest, dann kämen wir der Sache schon näher.

Im übrigen zügel bitte mal deinen polemischen Ton hier im Forum. Ausfallend zu werden ist keine Kunst, aber zeigt dich in deiner Person und Argumentation in einem schlechten Licht. Übrigens hätte ich noch einen netten Beitrag zum Thema aufgeputschte Anhänger und seine Folgen. Der von mir erwähnte Fall 3 in der Datenmaterialsammlung handelt u.a. von einem Einbruch in meine Wohnung zwei Wochen nachdem mein Repertorium Herrn Döbereiner bei einem Seminar in der Schweiz vorgelegt wurde und damit einer größeren Zahl von Anhängern der MRL bekannt wurde. Nicht daß ich hier irgendjemanden etwas unterstellen will, aber dieser zeitliche Zusammenhang ist schon ziemlich verblüffend zumal bei diesem Einbruch keine Wertgegenstände oder ähnliches geraubt wurde, sondern lediglich homöopathische Bücher von Vithoulkas und anderen im Wert von 3000,00 DM. Also komm mal bitte aus deinem Vorstellungscontainer da raus. Auch Rhythmenlehre ist wie jedes theoretisches oder geistiges System ein Vorstellungscontainer, zugegebenermaßen ein ziemlich guter, der Mißbrauch fängt nur dann an, wenn ich beginne, den Vorstellungscontainer nicht mehr in Frage zu stellen oder eine Art Paranoia gegen alle zu entwickeln, die nicht in diesem Vorstellungscontainer sitzen. "Wir hier drinnen, die da draußen....."

Andreas

Re: Paracelsus stand in der Tradition seiner Vorgä
Marianna -- 27 April 2000

Die 4-Säftelehre wurde auch aus 4 Lehren zusammengetragen, von denen jede ihren Absoluten Anspruch auf Wahrheit beanspruchte, wenn man aus allen Lehren seiner Zeit die Essenz heraussucht, sie prüft, kombiniert, und einen roten Faden erkennt, der sich durchzieht, halte ich das ganze für einen Fortschritt, und eine besondere Leistung. Auch in anderen Bereichen entsteht so Fortschritt, ich weiß gar nicht, warum du hier so mit fast schon Beschimpfungen durch den Raum schmeißt. Warscheinlich hast du ja eine Überdosis Staphisagria erwischt. Denn daran erinnern mich deine Beiträge.
Viele Grüße
und daß du bald wieder ausgeglichener wirst
Marianna
P.S. Diese lautstarke Empörung, die hier rüberkommt ist wirklich anstrengend.

?
Marianna -- 27 April 2000

Hallo Andreas,
Ich habe ein kleines Problem.
Ich leide seit einiger Zeit an Panikattacken, die ich mit Zinkum Valerianicum- und Lycopus-Kombipräparaten auf kurze Zeit symptomatisch unter Kontrolle halte.
Letzten Herbst nahm ich Pulsatilla C1000 und zum Neujahreswechsel Aqua Höhenstein C200, was mich sehr klar werden ließ, momentan fühle ich mich aber so Handlungunfähig, was meine eigentlichen Ziele betrifft. Ich glaube das hängt mit meinem Saturn-Transit zusammen. Wegen der großen Unsicherheit, die ich im alltag mit Beschäftigungen, die nicht mit meinem Lebensplan zusammenhängen kompansiere, weil ich dort Bestätigung finde hatte ich die Idee Lycopodium, Silicea und wegen der widersprüchlichen Handlungen auch Ignatia im Visier.
Ich wäre dir sehr dankbar, wenn du dir darüber ein Urteil bilden würdest.
Meine Daten sind 18.06.70. in Banja Luka um 3.15 h morgens.
Vielen Dank im Voraus
Marianna

Originale ...
Jutta -- 27 April 2000

Lieber Stefan,

ich finde, du darfst doch recht froh sein, wie viel Aufmerksamkeit du hier bekommst, und das auch noch auf so freundliche Weise. Das muss ja irgendeine Anziehung auf dich ausüben, da du ja auch schriebst: „ab einer bestimmten Stufe des Vergehens gibt es nicht mehr viel zu diskutieren“. Immerhin, die Lust scheint doch da zu sein, weiterhin zu diskutieren, auf welche Weise auch immer.
Was Döbereiner und die Rhythmenlehre betrifft: Ich habe in meinem Leben schon viele und sehr tief greifende Probleme gehabt, und vieles von Döbereiner hat mich zu neuen Gedanken herausgefordert und gefördert, aber ebenso häufig und tief greifend haben sie mich auch in die Irre geführt, vor allem aber mir Angst eingejagt, in dem Sinne, dass ich glaubte, ich dürfe nun auf keinen Fall von irgendeinem anderen Autor, irgendeinem anderen Astrologen, irgendeiner anderen Lehre etwas durch mich selbst lebend prüfen, indem ich es unvoreingenommen erfahre (Uranus). Diese Art hat mich daran gehindert oder zu hindern gedroht, selber aus tiefstem Herzen schöpferisch zu sein, und wer das ist, der hat auch nicht nötig, sich mit Hilfe von Vorstellungen am Leben zu erhalten, in dem versucht wird, möglichst viele Seelen in sein Vorstellungshaus zu ziehen.
Nun kommen wir aber alle hier als Kinder zur Welt und sind zunächst auch alle Untergebene von Vorstellungen, denn Erfahrung bedarf der Zeit. Wer selber Kinder hat weiß, wie schwer es ist, ein Kind sich selbst zu überlassen, in kleinen Schritten, damit es eigenständig zu leben und vor allem auch sich zu wehren lernt: gegen alle, inklusive Vater und Mutter.
Herr Döbereiner ist für mich eine Art überfürsorglicher Vater, dem es einfach zu schwer fällt, seine Kinder, seine Schüler loszulassen, um durch Weisheit und Gelassenheit zu erfahren, dass jeder Mensch die Kraft hat, schöpferisch zu sein, jeder Mensch ebenso ein Original sein kann, nicht nur er. Er bewegt sich hier immer wieder in einem Teufelskreis, beschwert sich einerseits, dass kaum jemand ihn versteht, dass er so viel zu tun hat, dass er ständig ausgebeutet und unterdrückt wird ... wie eine überforderte Mutter, die verpasst, ihre eigene Seele zu schützen und aufs Spiel zu setzen: auch gegen ihre Kinder. Es fehlt hier scheinbar an wirklicher gesunder Reibung, an einer wirklich klaren Auseinandersetzung, an einer echten Begegnung, da die Seelen zu sehr ineinander verwickelt und die Grenzen völlig verworren sind, gemäß dem 12. Haus (mit Mond als Herrscher von 1 darin).
Ich habe selber eine Tochter, die mir in vielerlei Hinsicht ähnlich ist, umso wichtiger ist für uns, dass wir richtig streiten können, ohne aber mit verletzenden und runterziehenden Sprüchen zu kommen, die alles auf einmal zunichte machen. Es geht stets um die Abnabelung vom Vorstellungsprinzip, vom Glauben, die immer weh tut, aber wir können die Schmerzen so gering und klar wir möglich halten, wenn wir solche Auseinandersetzungen so persönlich wie möglich leben, statt uns in einem Clan, einer Gruppe oder wem auch immer zu verstecken.
Wer sich nun für Döbereiner einsetzt (oder was auch immer, ich will hier nicht um die Wahl der Begriffe streiten), der hat selber eine schicksalhafte Bindung zu ihm beziehungsweise einem oder mehreren Menschen, die ihm ähnlich sind (bei mir ist es mein Vater in Beziehung zu meiner Mutter bzw. ihren Nachfolgerinnen). Hier gilt es anzufangen, bei sich selbst, anders kommt niemand wirklich auf den Grund der wahren Probleme.
Die Rhythmenlehre ist eine fast perfekte Fluchtburg ... leider auch nicht ewig lebensfähig. Das Genie von Döbereiner stelle ich nicht in Frage: aber was hat ein Mensch von seiner Genialität, wenn sie ihn nicht glücklich macht?
Das ist im übrigen nicht nur das Problem von Döbereiner, sondern von sehr vielen anderen Originalen, die es neben ihm gibt und gab, ich bin übrigens auch eines, wobei das kaum jemand weiß. Ich kenne auch viele andere, die kaum ein Schwein kennt, es gibt sogar wunderbare kleine Kinder, die tolle Originale sind ... die Vielfalt dieser Welt ist viel größer als manch einer sieht in seiner Burg des Dornröschens. Aber wo bleiben die Prinzen und Prinzessinnen?
Ich bemühe mich ... und neben mir auch andere: ist das nicht schön?

Beste Grüße, die ganz aufrichtig ohne hinterhältige Fiesitäten gemeint sind, sendet

Jutta

Miasmen können Heilungserfolg verhindern
Günter Larwig -- 27 April 2000

Lieber Andreas,

ich beschäftige mich während der Dauer meiner homöopathischen Behandlung (etwa 3 Jahre) intensiv mit den Miasmen, insbesondere im Context mit der chronischen (Erb-)Problematik. Aus Deiner Zusammenfassung 'die astrologische Bedeutung der homöopathischen Miasmen' habe ich einige interessante Hinweise bekommen. In meinem Falle von SO/SA, SO/UR, MO/SA und MO/UR (19.11.1941, 11.15 h, Hanau/Main)scheint eine Grundkonstellation für eine miasmatische Belastung gegeben zu sein.
Ich würde mich sehr freuen, wenn Du dazu eine kurze Stellungnahme abgeben würdest.
Vielen Dank
Günter

Re: ?
Andreas Bunkahle -- 28 April 2000

Hallo Marianna,
> Ich habe ein kleines Problem.
> Ich leide seit einiger Zeit an Panikattacken, die ich mit Zinkum
> Valerianicum- und Lycopus-Kombipräparaten auf kurze Zeit symptomatisch
> unter Kontrolle halte.

Panikattacken scheinen sich, wenn man sich die Mittel, die im Synthesis dafür angegeben sind, hauptsächlich auf Uranus-Einflüsse zurückzuführen. Plötzliche Panik (ich vermute daß du mit Attacke plötzlich meinst) können z.B. Mittel wie Acon (MA/PL/UR/NE), Arg-n (MO/SO/UR), Bamb-a (MA/UR und PL/SA), Carb-v (VE/SA/UR/NE), Gels (VE/MO/UR/NE) Glon. (VE/SO/PL/UR ??) und Kali-c (VE/PL/SA) abdecken. Es geht also hauptsächlich um Uranus-Themen oder sogar um UR/NE-Themen, mit anderen Worten: Das Unbewußte klopft ziemlich deutlich an die Tür und scheint etwas präsentieren zu wollen, was gar nicht gefällt.
Wenn man sich nun anschaut, was bei dir astrologisch gerade zur Zeit los ist, so fallen in den verschiedenen Direktionsverfahren folgende Dinge auf:
Transite: SA/UR, aber eigentlich schon fast abklingend
Solar: deutliche VE/SA/UR Quadratur mit den Mondknoten eingeschlossen. Dies könnte durchaus für Silicea sprechen, differentialdiagnostisch vielleicht auf für Lycopodium oder Natrium, aber hauptsächlich eigentlich Silicea.
Septar: Hausspitze 10 zwischen Wassermann und Steinbock. Uranus in 5 Trigon SO, UR Halbspiegelpunkt zum NE.

Unvereinbarkeiten (SA/UR) scheinen also deutlich deine Lebenssituation zur Zeit zu kennzeichnen und vermutlich dürfte daraus wohl auch eine gewisse Unzufriedenheit resultieren, weil du nicht den Schritt zum Uranus wagst und die alten Verhältnisse hinter dir läßt und neue Brücken überquerst. Silicea wäre da sicher richtig. Andererseits erklärt Silicea weder als Arzneimittelbild noch von seiner astrologischen Konstellation (VE/SA/UR) deine Panikattacken. Die könnten eher auf die Uranus-Konstellation des Septars zurückzuführen sein, wären so gesehen aber nicht mit Silicea abgedeckt. SO/UR/NE - kenne ich folgende Mittel:
Carbo mineralis; Causticum; Crotalus horridus; kalium tartaricum; Medorrhinum; Naja tripudians; Natrium causticum; natrium tartaricum; nitrogenium oxygenatum; Nux moschata; sabadilla; sol stonehenge; tartarus depuratus; tartarus stibiatus; UV-Licht;
Wenn man VE/SA/UR insbesondere mitberücksichtigen will, bleibt als Schnittmenge für VE/SA/UR und SO/UR/NE nur noch Carbo mineralis über: VE/SO/PL/SA/UR/NE, die Steinkohle. Alternativ vielleicht Silicea und UV-Licht oder Sol Stonehenge (Spezialprüfungsmittel der Samuel-Hahnemann-Schule in Berlin) mit SO/UR/NE (UV-Licht von Schmidt-Nagel in Genf). Carbo mineralis ist von Jürgen Becker geprüft worden und es gibt beim IHHF (Institut für homöopathische Heilmittelforschung in Freiburg, Tel: 0761-52091) auch eine kleine Prüfungsmittel-Broschüre. Das Arzneimittelbild von Carb-m hat viel mit deutscher Geschichte und der Nazi-Vergangenheit zu tun, mit Täter und Opfer und Macht - und Ohnmachtsthemen.
Ich hoffe, du hast vielleicht einige Anstöße entnehmen können.
Gruß Andreas

Re: Miasmen können Heilungserfolg verhindern
Andreas Bunkahle -- 28 April 2000

> Lieber Andreas,

> ich beschäftige mich während der Dauer meiner homöopathischen Behandlung
> (etwa 3 Jahre) intensiv mit den Miasmen, insbesondere im Context mit der
> chronischen (Erb-)Problematik. Aus Deiner Zusammenfassung 'die
> astrologische Bedeutung der homöopathischen Miasmen' habe ich einige
> interessante Hinweise bekommen. In meinem Falle von SO/SA, SO/UR, MO/SA
> und MO/UR (19.11.1941, 11.15 h, Hanau/Main)scheint eine Grundkonstellation
> für eine miasmatische Belastung gegeben zu sein.

Ja ich würde es auch so sehen. In diesem Fall also deutlich ein sykotisches Miasma, weil es sich um die Verbindung von Planeten des zweiten und vierten Quadranten handelt. Für die von dir genannten Konstellationen MO/SO/SA/UR kenne ich folgende Mittel: Calc-iod, Calc-ox, Helianthus annuus, Magn-iod, Magn-mur. Dies ist die erste allgemeine grobe Einschätzung. Wenn man aber die Konstellationen im Horoskop noch näher beleuchtet, erkennt man auch einen nicht minder wichtigen NE-Aspekt zu SO und den übrigen drei Planeten wie auch einen Spiegelpunkt von Pluto auf Saturn und auch auf die Sonne, so daß die komplette Konstellation auch diese Einflüsse miteinschließt, das Mittel möglichst diese also auch abdecken sollte. Dies ist allerdings in dieser Komplexität mit einem Mittel nur schwer möglich, so daß hier vielleicht zwei Komplementärmittel zur Anwendung gelangen sollten, wie z.B. Tartarus stibiatus (MA/VE/MO/SO/PL/UR/NE) und ein Magnesium-Mittel für MO/SO/SA/UR (z.B. Mag-mur). Inhaltlich gedeutet geht es hier bei diesen Konstellationen für dich darum, in deinem Erleben dich nicht kontrolliert manisch zu überhöhen und die emotionale Bodenhaftung und Ansprechbarkeit zu verlieren (SO/UR, SO/SA, MO/UR), sondern darum, eine Art Kanal für schöpferische Impulse zu sein, was in deinem Fall immer bedingt, daß du dich neben deinen eigenen Schatten stellen können mußt, einen gewissen Ehrgeiz und Kontrolle (PL) loslassen solltest und mehr einer inneren denn einer äußeren oder äußerlich-mentalen Führung zu vertrauen. In jedem Fall hast du eine geballte Kraft für eine innere Kanalführung in dir, wie immer das sich auch konkret ausdrücken mag.
Gruß Andreas

Re: Originale ->Oh Papa Döbereiner!!! HEUL,PAPI
Stefan -- 29 April 2000

Jutta schrieb:
>ich finde, du darfst doch recht froh sein, wie viel Aufmerksamkeit du hier bekommst, >und das auch noch auf so freundliche Weise.
Oh ja, ich bin ja so dankbar, soviel Aufmerksamkeit hatte ich noch nie, mir kullern die Tränen - schluchz, seufzt !
>Herr Döbereiner ist für mich eine Art überfürsorglicher Vater,..
Für mich doch auch - oh Papa, Papa!! (kann mich vor Rührung nicht mehr halten...heul...)
>dass er ständig ausgebeutet und unterdrückt wird ...wie eine überforderte Mutter,..
Ich kann mich nicht mehr.....-die Taschentücher gehen mir aus...
>Die Rhythmenlehre ist eine fast perfekte Fluchtburg ....
Hilfe ich komme nicht mehr aus der Burg heraus, wo ist der Ausweg, ich habe mich wie, ja genau, wie ein kleines, kleines hilfloses Kind verlaufen. Die Erkenntnis erschüttert mich.
>aber was hat ein Mensch von seiner Genialität, wenn sie ihn nicht glücklich macht?
Eben, darum kann ja ein Bunkahle oder andere ein bißchen davon abschöpfen, damit der arme Herr Döbereiner ein bißchen von seiner unglückseligen Genialität erleichtert wird.

Liebe Jutta,
Punkt 1:
Es geht hierbei doch nicht um das gesamte "Mama-Papa-Psycho-Geschwätz", aber wenn es bisher nicht deutlich geworden ist, helfen auch keine anderen oder noch weitere erklärende Worte.
Punkt 2:
Jetzt macht Bunkahle schon eine Abstimmung (eine selbst redende, öffentlich gemachte Geschlecktskonkurrenz) für oder gegen seine Position. Merkst Du nicht auf welchem Niveau der steht - seine gesamte homepage ist eine einzige "Comicsite". Ich bin mir sicher, der liest heute noch Comics.
Punkt 3:
Wenn ein achtundzwanzigjähriger manischer Bengel, mit seiner dermaßen großen Lebens- und Praxiserfarhung die Resultate einer dreizigjährigen Forschungsarbeit nicht nur übernimmt, sondern noch umschreibt (verfälscht) dann muß doch klar sein, was bei dem los ist.
Punkt 4:
Wenn jemand ein Forum eröffnet, dann muß man auch damit rechnen, daß was rein geschrieben wird. Man kann es nicht scharf genug formulieren, sonst hat er ja auch keine Chance es zu kapieren, das ist schon sehr großherzig von mir, hier zu schreiben. Die meisten lassen sich erst gar nicht herab, mit so einem zu diskutieren.
Sein zuckersüßes, Östrogen überschüssiges Softie-Getue kann sein Tun auch nicht verschleiern. Mir jedenfalls, und vielen anderen, kann er nichts vormachen, auch wenn er sich sogar selbst dermaßen in die Tasche lügen kann. Es geht um sein Handeln, nicht um die Person Bunkahle. Das haben wir doch alle von Döbereiner gelernt, oder nicht?
In diesem Sinne wünsche ich Herrn Bunkahle alles Gute! Dir natürlich auch Jutta!
Schönes Wochenende

Stefan

Re: Originale ->Oh Papa Döbereiner!!! HEUL,PAPI
Jutta von Butter -- 29 April 2000

Lieber Stefan,

nun kommt doch zumindest ein wenig mehr Humor in diese Angelegenheit, ich habe wirklich ohne Furz geschmunzelt und ein wenig sogar laut gelacht, denn diese Lösungen nun gefallen mir.
Das ganze Geschreibsel hier ist doch plutonisch oder nicht? Meines auch, die einen pokern so, die anderen so ...
Ich lasse jedem Menschen seinen Stil, da ich ein Gespür habe für das Wahre dahinter, und ich habe in meinem Leben auch schon viel blödes Zeug gesammelt und nach einer Weile wieder weggeschmissen, nachdem es seine homöopathische Wirkung tat. Ich brauche selber all das nicht, und mir sind auch die Begriffe einschließlich Münchner Rhythmenlehre bis Aphrodisiakum oder wie das heißt im Grunde schnurz egal.
Mir geht’s alleine um die Toleranz und darum, Grenzen zu bewahren, so wie ich es, so weit ich kann, jedem Menschen und Wesen gegenüber zumindest immer wieder von Neuem probiere.
Das wars schon.

Wenn du magst, kannst du mich gerne einmal persönlich anmailen, ich habe da nichts Fieses vor.

Da fällt mir noch ein schönes Beispiel ein: magst du Barbiepuppen? Sicher, alle finden sie grässlich. Ich habe als Kind aber auch eine haben wollen, und meine Tochter nun auch. Soll ich ihr das nun ständig mit mieser Laune schlechtätzen? Da gönne ich ihr doch die Hingabe in das Spiel, dass sie von ganz von selbst darauf kommt, was sie damit kann und was nicht.

Herzliche Frühlingsgrüße an dich von

Jutta

Ps.: Habe auch ein hochwichtiges Forum auf meiner Seite eingerichtet, da werden nur großartige Themen diskutiert ... kannst ja mal reinschauen: www.kompost-verlag.de Link KomPost, die Fächerzeitschrift usw.

Re: Paracelsus war war bereits ursprungslos
Stefan -- 30 April 2000

Paracelsus hat sein Wissen von anderen und es hinaus posaunt und sich ungeheuer damit wichtig gemacht - ohne Quellenangabe, aber er hat das Weltbild nicht verlassen. Was man aus seinen Schriften entnehmen kann, war er extrem manisch -Sonne-Uranus hat er allemal. Hahnemann muß dermaßen in die Identität von Paracelsus hinein gefühlt haben, daß "er es selbst wurde", dazu ihn öffentlich noch verleugnete.
Der Ursprung zeigt sich im elften Haus, wenn er fehlt, dann kann man eine Zeitlang aus dem Ursprung eines anderen leben, aber das Revier (Haus 2) vom anderen ist eben nicht zu bekommen, es sein denn ,man wird zum Dieb und klaut die Ergebnisse der Arbeit eines anderen und verkauft sie.
Da man nun aber seinen Ursprung nicht lebt, fehlt, logisch im Phänomensweg der Aphrodite, auch das zweite Haus, daher wird jeder Ursprungslose irgendwann revierlos, oder er wird, wie heute üblich, Sozialhilfeempfänger. Im kapitalistischen System kann man natürlich auch Unternehmer werden und von dem Ursprung seiner Angestellten oder Arbeiter leben, dann hat man sogar nicht nur das Schicksal seiner Untergebenen zur Verfügung, sondern auch noch die Revieransprüche eingeheimst - sprich das Geld.
So einfach ist das.
Man kann aus allem eienen Container machen, sicher, aber darum geht´s hier nicht.

Stefan

Re: Miasmen können Heilungserfolg verhindern
Günter -- 30 April 2000

Hallo Andreas,

vielen Dank für deine sehr interessante Interpretation.
Neben der Mittelwahl, einzeln oder komplementär, spielt zwangsläufig die Potenz
und Häufigkeit der Gabe eine wichtige Rolle.
Meine Frage: Folgst du dem Rat der gängigen Schule (noch besser Hahnemann), dass
dass bei chronischen Belastungen (wie in meinem Falle sykotisch), sogenannte tief wirkende Mittel in Hochpotenzen bevorzugt werden, in einigen Fällen besonders Nosoden zur Anwendung kommen? Ausserdem stelle ich mir vor, dass das 'Inhaltliche' einer Konstellation sich eher auf der Symptomebene eines Menschen
ausdrückt als etwa auf der rein physischen, was wiederum für Hochpotenzen
sprechen würde. Oder wie hälts du es?

Gruss Günter

Vielen Dank
Marianna -- 1 Mai 2000

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Re: Paracelsus war bereits ursprungslos
Jutta -- 1 Mai 2000

Lieber Stefan,

was du schreibst, geht ja eigentlich alle an, nicht nur die Alten (wo sie nun wohl rumschwirren?), denn jeder, der nicht aus eigener Erfahrung (Ursprung) lebt, macht sich abhängig und gefährdet damit sein Leben bzw. dessen Bestand (2. Haus).
Leider wird das zweite Haus oft und fälschlicherweise mit Geld gleichgesetzt, aber ich kann auch stinkereich sein in einer fetten Villa mit dicken Mauern drumherum und trotzdem revierlos.
In diesem Sinne (hab ja selbst den Neptun im zweiten Haus) ist es wichtig, sich innerlich selbst zu finden durch Erfahrung, also Schöpfung aus dem „12. Haus“. Das Blöde und Schwierige ist nur, dass darin so viel Müll herumschwimmt, und wer sortiert schon gerne aus ... die meisten wollen es fein säuberlich vorgekaut haben und meckern dann immer noch.
Wer schöpfen, d. h. leben will, muss sich, obs schmeckt oder nicht, nicht nur die Finger dreckig machen ... leider leider ... und da kommen auch all jene nicht drum herum, die sich mit geistigen Begriffen einkleiden. Auch das ist eine Erfahrung ...
Ich sag mir immer, nachdem unsere Gegenwart so belegt ist (siehe Döbereiners „belegte Gegenwart), das nichts mehr draufzupacken ist, da können wir im Grunde machen was wir wollen, es gibt immer und überall genug zu tun und sich freizuschwimmen, egal wo wir gerade sind ... auch das ist eine Erfahrung ... nur, dass wir plötzlich nichts mehr haben zum Festhalten, auch keine astrologische Lehre mehr ... zurück in die alte Hütte vom „Fischer und seiner Frau“ ... die Frau wollte Kaiser sein, der Papst, Astrologin (?) und dann der liebe Gott ... da machte es Puff und sie saßen wieder in der alten Bruchbude von anno dazumal. Wer gerne so hoch flieg, der fällt entsprechend ... wieder eine Erfahrung mehr ... um den Ursprung kommt also im Grunde niemand drumrum ...
Ist doch eigentlich beruhigend.

Liebe Grüße an dich und die anderen Leser/innen von

Jutta

Re: Miasmen können Heilungserfolg verhindern
Andreas Bunkahle -- 3 Mai 2000

> Hallo Andreas,

> vielen Dank für deine sehr interessante Interpretation.
> Neben der Mittelwahl, einzeln oder komplementär, spielt zwangsläufig die
> Potenz
> und Häufigkeit der Gabe eine wichtige Rolle.
> Meine Frage: Folgst du dem Rat der gängigen Schule (noch besser
> Hahnemann), dass
> dass bei chronischen Belastungen (wie in meinem Falle sykotisch),
> sogenannte tief wirkende Mittel in Hochpotenzen bevorzugt werden, in
> einigen Fällen besonders Nosoden zur Anwendung kommen?

Generell gilt meines Erachtens nach für die Potenzfrage folgende Regel:
Je höher die Potenz ist, desto "feinstofflicher" ist der Wirkungsansatz. Das paßt in der Regel natürlich für chronische Fälle, weil je länger ein Problem zurückliegt, desto stärker ist es in höhere Persönlichkeitsanteile eingedrungen.
Folgende Regel zur Potenzhöhe ist aktuell (Betonung: Aktuell, weil C30 mitnichten heutzutage noch eine Hochpotenz darstellt, wie die Anthroposophen nach Rudi annehmen, denn auch die allgemeine Schwingungs- und Entwicklungshöhe der Menschen hat sich ja im Laufe der Zeit seit Steiner und seiner Anthroposophie verändert):

Bis C12/18: erster Quadrant, physisch
Bis C30/40: zweiter Quadrant, emotional
Bis C200/220: dritter Quadrant, geistig
Bis C1000/1300: vierter Quadrant, wesenhaft/spirituell
Über C1300 wirken Potenzen kollektiv oder auch miasmatisch im Sinne von Seuchen.

Die ewige Streitfrage, wie häufig Potenzhöhen zu wiederholen seien, ist auch relativ einfach zu beantworten:
So häufig wie nötig. Das bedeutet, daß es keine absolut feststehende Regel gibt. Man kann eine Näherung angeben, wie folgt:
Tiefpotenzen: Täglich bis dreimal täglich (C18, LM18)
Mittlere Potenzen: einmal wöchentlich (C30)
tiefe Hochpotenzen: einmal alle 2-4 Wochen (C200)
Hochpotenzen: nach Bedarf, monatlich bis halbjährlich.
Allerdings: Es gibt Fälle, in denen es durchaus sinnvoll ist, (tiefe) Hochpotenzen durchaus täglich zu geben. Immer, ich wiederhole immer ist die Beurteilung der Lage und des Patienten ausschlaggebend. Bitte niemals eine Faustregel zum Dogma erheben. Wo könnte in der Homöopathie man mehr verpfuschen, indem man einem Patienten eine Hochpotenz gibt, die Wirkung nach 2 Wochen ausläuft und ihn dann bei Nachfrage damit tröstet, daß er noch 3 Monate zu warten hätte, bis er die Gabe wiederholen dürfte. Ich kenne Fälle aus der Psychatrie, wo diese Menschen heute nicht mehr leben würden (Suizid), wenn der Homöopath auf dieser Faustregel bestanden hätte. Ich habe schon Hochpotenzen von C200 nach einem Tag bis 10 Tagen auslaufen sehen, wo in der Regel das Gros der Homöopathenschaft nach 3-4 Wochen frühestens die Gabe wiederholt. Solche Dogmen sind der größte Unsinn. Faustregeln helfen Anfängern, Fortgeschrittene passen sich der Situation flexibel an. Es bei der Potenzgabe genauso wie mit der Ernährung eines Menschen: Es gibt keine festen Regeln, die für jeden richtig sind. Ich vermute sogar, daß bei Feuer-Typen (astrologisch die Feuerzeichen Widder, Löwe, Schütze) z.B. Potenzen (auch Hochpotenzen) wesentlich häufiger wiederholt werden müssen als bei Wasser-Typen (z.B. Krebs, Fische), da deren Stoffwechsel und auch deren Informationsverarbeitung grundsätzlich unterschiedlich in der Verarbeitungsgeschwindigkeit sind.

> Ausserdem stelle
> ich mir vor, dass das 'Inhaltliche' einer Konstellation sich eher auf der
> Symptomebene eines Menschen
> ausdrückt als etwa auf der rein physischen, was wiederum für Hochpotenzen
> sprechen würde. Oder wie hälts du es?

Es gibt verschiedene Symptomebenen: körperlich, emotional, geistig, wesenhaft. Auf alle gibt es gleiche Inhalte, die sich nur in verschiedener Form ausdrücken.

Gruß Andreas

Re: langanhaltende Verschlimmerung nach C200
Ulrich -- 11 Mai 2000

> Hallo Andreas,

> ganz zu Anfang herzlichen Dank für Deine Mühe,

> ...und vielen Dank für diese Hinweise.
> Bei der zuletzt gesetzten Mittelgabe Palldium metallicum vor fast 6
> Monaten, übrigens meines Wissens auch ein sehr kleines Mittel, brachte
> selbst eine zweimal verdünnte LM6 eine (zu) heftige Irritation.
> Letztendlich wurde mir von meinem HP empfohlen, die Delution zu riechen.
> Dein Tipp, das Mittel ersteinmal lediglich bei mir zu tragen, wird mir den
> "Wiedereinstieg" mit Sicherheit erleichtern.
> Also nochmals vielen Dank, sollte ich mich hierfür entscheiden, werde ich
> Dir bei Interesse gerne meine neuen Erfahrung im Rahmen des Forums
> mitteilen.

> Viele Gruesse,
> Lynn.

Lieber Andreas,

ein grosses Lob Deinem Forum, in dem endlich einmal über Substanzielles geschrieben wird.
Eine Frage zu dem Pulsatilla / Tartarus Stibiatus-Fall : Ist es ausreichend das
Mittelbild auf Einzel-Konstellationen wie Ma / UR oder Mo/ Ne zu reduzieren?

Ich denke Sonne, AC und Herrscher von 1 sollten zumindest bei Ermittlung eines tiefwirkenden Mittels auch berücksichtigt werden.
Könnte es sein, dass Tart. stib. unter diesem Aspekt nur ein Zwischenmittel wäre?