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Diskussionsforum zum Buch Anastasia von Wladimir Megre

Re: GESETZ FÜR DIE ABGEORDNETEN

Gepostet von: Johannes Raphael Roßmanith
Datum: 5 Oktober 2005

Als Antwort zu: GESETZ FÜR DIE ABGEORDNETEN (Josef)


> GESETZ FÜR DIE ABGEORDNETEN , DIE VOM VOLK GEWÄHLT WORDEN SIND
> (aus dem neuen Buch von Wladimir Megre)

> Ich verstand: Anastasias Großväterchen besitzt nicht nur nie dagewesene
> psychoanalytische Fähigkeiten, sondern auch konkrete Information über
> soziale Einrichtung verschiedener Staaten. Aber inwieweit konkret kann er
> von den Staatsinstituten wissen? Denn er wohnt in der Taiga; Radio,
> Telefon, Fernseher gibt es hier nicht. Woher kann nun die Information zu
> ihm kommen, sagen wir mal, über die Machtorgane unseres Staates?
> Nirgendsher. Folglich, er besitzt keine konkrete Information. Und dennoch
> fragte ich:

> - Wissen Sie, dass es in unserem Staat, in Russland, ein solches Organ
> wie Staatsduma existiert?

> - Das weiß ich, - lautete die Antwort.

> - Und wer und wie dort arbeitet, wissen Sie das auch?

> - Ja.

> - Von jedem Abgeordneten?

> - Von jedem.

> - Und welche Gesetze sie erlassen, ist es Ihnen auch bekannt?

> - Nicht nur welche Gesetze sie erlassen, sondern auch welche sie erlassen
> werden - ist von vornherein bekannt. Na was staunst du wieder, Wladimir?
> Das ist die einfachste Aufgabe für einen Priester, sie ruft nicht einmal
> Interesse hervor.

> - Ich staune ja deswegen, dass es unverständlich ist, auf welche Art und
> Weise Sie sowohl von jedem Deputierten wissen können, als auch davon,
> welche Gesetze von der Staatsduma in der nächsten Zeit beschlossen werden?
> Das ist irgendeine unfassbare Mystik.

> - Hier gibt es weder Mystik, noch die Aufgabe ist von primitivster Art.

> - Und können Sie diese Erscheinung erklären? Na, solche Informiertheit.

> - Ja, natürlich, alles ist hier äußerst einfach. Sieh.

> Noch vor fünftausend Jahren hatten Pharaos einen Rat. Das Römische
> Imperium - Senat. Bojarenduma - Zaren. Was gibt’s denn hier zu sagen? Die
> Bezeichnungen sind unterschiedlich, das Wesen aber immer gleich. Gesetze
> werden nicht doch von den Bezeichnungen abhängen, sondern davon, welchem
> Einfluss der Abgeordnete ausgesetzt ist. In welche Alltagsbedingungen er
> eingeschlossen und zu welcher Perspektive er verdammt war. Und all diese
> Bedingungen sind für sie schon lange programmiert worden. Dieses Programm
> wissend, ist es einfach, auch im voraus zu wissen: Sowohl was, als auch
> wie sie dies zu lösen fähig sein werden.

> - Was haben denn Gesetze hier mit Alltag von den Abgeordneten gemeinsam?
> Wie können sie mit dem globalen Programm verbunden sein? Zudem noch, was
> können Sie selbst vom Alltag eines modernen Abgeordneten wissen?

> - Ja ganz einfach. Natürlich, ich werde nicht davon sprechen, wie
> schläft, was isst oder wie sich ein, der andere oder ein dritter
> Deputierter ankleidet. Das habe ich nicht nötig, ist ja auch
> uninteressant. Ich werde aber von dem Wesentlichen sagen.

> Zu Abgeordneten werden Leute, die, wie früher, so, sicherlich, auch
> jetzt, einige Intrigen überwunden haben. Das ist erstens. Wenn sie nach
> Macht streben, geraten viele in Abhängigkeit von Menschen, die über das
> Materielle Macht haben. Doch wenn sie alle Prüfungen bestanden haben, sind
> sie trotzdem in der Zange. Von der bedeutungsvollen Information bemüht
> sich das System sie abzuhauen und das gelingt ihm.

> Was bekommt ein Abgeordnete? Ich denke, bin mir sicher, wie früher, so
> auch jetzt, bekommt er ein Einzelarbeitszimmer, neue Behausung, jetzt,
> wahrscheinlich, - Auto. Noch zwei oder drei Gehilfen, und jemand auch noch
> mehr.

> - Ja, so ungefähr. Und was denn, all das entspricht einem Programm, das
> vor Jahrtausenden ausgearbeitet wurde?

> - Natürlich, es entspricht dem. Warte aber, lass mich weiter sagen. Prüf
> mal, ob ich in dem Modernen keinen Fehler mache. So weiter, denke ich,
> dass jeden Tag wie Leute viele arbeiten, muss arbeiten ein Abgeordneter.
> Zu Sitzungen in einen Saal kommen, Gesetze verabschieden.

> - Ja, so ist es.

> - Auch ist für jeden eine Frist bestimmt - vier Jahre oder fünf.

> - Jetzt sind es vier.

> - Mag vier sein. Wenn die Zeit vorbei ist, muss er wieder zur Wahl. Aber
> auch bis zum neuen Wahltermin denkt jeder daran.

> - Ja.

> - Warte, warte, woher weißt du denn das? Stauntest du doch, als ich dir
> sagte, dass es mir bekannt ist, welche Gesetze erlassen werden. Und selbst
> behauptest da, du wüsstest davon, dass Abgeordneten an ihre Zukunft
> denken. Bist du etwa ein Hellseher gewordenen? Oder ein namhafter
> Wahrsager?

> - Gar keiner. Ist doch einem Dummen klar. Wenn Neuwahlen nah sind, so
> wird jeder, der neu gewählt werden will, daran denken und entsprechende
> Taten vollbringen.

> - Beeile nur dich nicht. Bemerke, was du sagtest: „Wird an Neuwahlen
> denken.“

> - Ja, das habe ich gesagt.

> - Aber ein Abgeordneter muss doch an neue Gesetze denken.

> - Na klar, gleichzeitig wird er auch an die Gesetze denken.

> - Wann? In welcher Tagesperiode? Im Allgemeinen, glaub mir, das System
> lässt ihnen keine Zeit zum Denken. Nicht erstes Jahrhundert wählt das
> Volk, was auch dir bekannt, die Deputierten, dann erwartet von ihnen weise
> Gesetze. Das Volk versteht es nicht, dass das Programm, das man sich
> früher ausgedacht hatte, lässt sie nicht denken.

> Denke selbst mal irgendwann darüber nach.

> * * *

> Ich dachte später öfters über diese Situation nach. Und tatsächlich, die
> allgemeingültigen Gesetze der Wahl und der Pflichten von Abgeordneten
> schienen nun als ein Abrakadabra.

> Lasst uns die entstandene Praktik zu analysieren ausprobieren. Ein recht
> kluger Mensch, sogar etwas kluger als andere, entschloss sich,
> Abgeordneter des Parlaments zu werden. Mal teilzunehmen am Erlassen von
> weisen Gesetzen, die gutes Leben zu ordnen verhelfen.

> Während er die Mühlsteine der Wahlkampagne passiert, geriet einer in
> höherem Maße, ein anderer in weniger höherem Maße in Abhängigkeit vom
> Kapital. Das bedeutet keineswegs, dass jemand von den Reichen dieser Welt
> jedem Kandidaten auf Kosten der künftigen Dienste finanzielle Hilfe
> leistet. Es genügt zu sehen, welche Hebel mit Hilfe vom Geld angesetzt
> werden könnten. Man zeigt es uns und erzählt von sogenannten schmutzigen
> Technologien in der Presse und auf den Fernsehbildschirmen. Wir beobachten
> jedoch die Situationen mit Augen der außenstehenden Beobachter. Ein
> Mensch, der an einer Wahlkampagne teilnimmt, ist kein außenstehender
> Beobachter. Er erlebt am eigenen Leibe Attacken des schwarzen PR’s. Wenn
> jemand das nicht erlebt hatte, so kann er völlig natürlich vermuten,
> welche Waffe gegen ihn mit Hilfe vom Geld benutzt werden könnte. Und ganz
> natürlich kommt es zu einer Schutzreaktion - es ist notwendig, sich um
> jeden Preis den Rücken zu sichern. Und der Rücken ist Großkapital. Das
> heißt, es ist nötig, sich ans irgendein Finanzufer anzuschlagen. Oder, wie
> man jetzt zu sagen pflegt, an Oligarchen.

> Oder er wird abhängig von irgendeiner Partei. Es ist nicht wichtig, von
> welcher, wichtig ist, dass man diese Abhängigkeit dann abzuarbeiten hat.

> Und was ist nun mit den weisen Gesetzen? So ist es aber. Es sind einfach
> keine entsprechende Bedingungen für deren Erlassen geschaffen worden.

> Natürlich haben die Abgeordneten eine Reihe von Privilegien. Sogar eine
> Immunität der Abgeordneter gegen Rechtschutzorgane. Die Frage aber bleibt.
> Wenn man in eine Waagschale die den Abgeordneten gewährten Privilegien
> legt, und in eine andere Nervosität, die mit Arbeit verbunden ist,
> Intrigen, Arbeitsintensität, ist es nun unbekannt, was überwiegen würde.

> Es gibt noch ein paradoxer Umstand. In der Menschheitsgeschichte gibt es
> kein einziges menschliches Individuum, kein einziger Superweise, der fähig
> ist, stündlich, von Tag zu Tag ausschließlich nur weise Entscheidungen zu
> treffen. Selbst hervorragende Regenten, Heerführer haben, wie es bekannt
> ist, Fehler gemacht.

> Die Arbeitsordnung der Abgeordneter ist auf solche Weise aufgebaut, dass
> sie täglich sitzen müssen. Merkt euch, täglich mehrere Stunden am Tag. An
> jeder Sitzung mehrere Gesetzentwürfe verabschieden, ja noch in
> verschiedenen Sphären des Gesellschaftsleben.

> Weder theoretisch, und, wie es die Geschichte gezeigt hatte, noch
> praktisch ist bei dieser Arbeitsordnung die Verabschiedung von weisen
> Gesetzen möglich. Es ist aufgrund des Zeitmangels an Überlegungen
> unmöglich. Und nichtsdestoweniger existiert gerade solche Arbeitsordnung
> der Gesetzgeber in meisten Staaten auf unterschiedlichen Kontinenten der
> Erde. Wer hat die errichtet? Ja die hat sich irgendwie von selbst
> errichtet, werden viele denken. Nicht irgendwie und nicht von selbst. Die
> ist doch allzu durchgedacht und zielgerichtet. Ja und zudem noch wird
> darüber nicht mehr oder weniger ernst diskutiert.

> Man kann noch so viel man will von deren Verderblichkeit beweiskräftig
> sprechen. Man kann diese Verderblichkeit wissenschaftlich, mit Hilfe von
> Analytikern zeigen. Das ist, gewiss, wichtig, nicht aber die Hauptsache.
> Das Wichtigste ist zu begreifen - wie die Alternative ist. Doch als
> Alternative kommt nichts in den Kopf. Ja auch zu wem soll es kommen, wenn
> sich diese Praktik fast in allen Staaten wie ein Gesetz herausgebildet
> hat.

> Wenn aber Anastasias Großväterchen als Erster auf diese Frage zu sprechen
> kam, wenn er sich mit der Arbeit von ähnlichen der zeitgemäßen
> gesetzschaffenden Versammlung im Laufe von Jahrtausenden auskennt, kann
> er, möglicherweise, eine Alternative vorschlagen. Und ich fragte:

> - Könnten Sie nun Ihre eigene Variante einer Wahl und der nachfolgenden
> Arbeitsorganisation der Gesetzgeber vorschlagen?

> Als Antwort hörte ich folgendes:

> - Es ist sinnlos, von der Wahl allein zu sprechen, bis die Bedingungen
> der Arbeit und des Alltags von Abgeordneten verändert werden.

> - Und wie, Ihrer Meinung nach, sollen ihre Bedingungen der Arbeit und des
> Alltags sein?

> - Vor allem muss man die Abgeordneten wenigstens teilweise aus dem
> künstlichen Informationsfeld hinausführen. Mit Nahrung versorgen, die
> fähig ist, vollwertige Gehirnarbeit aufrechtzuerhalten. Ein Bild schaffen,
> das in Gesellschaft Achtung genießt, das fähig ist, jeden Abgeordneten zu
> führen.

> - Was bedeutet - ein Bild schaffen?

> - Demnach zu urteilen, wie du von Abgeordneten erzählt hast, spricht ihr
> äußeres Attribut davon, dass im Volk ein negatives Bild eines Beamten im
> allgemeinen und eines Abgeordneten im einzelnen alltäglich ist.

> - Ja, im ganzen ist im Volk schon negatives Bild alltäglich.

> - Das ist sehr schlecht. Die Leute bauen in Bezug auf Abgeordneten
> negative Gedankenformen, folglich, sie schaffen nun sie negativ. Und ein
> Bild ist die stärkste, konzentrierte Gedankenenergie einer Menge Leuten.

> - Und weshalb sollen die Leute an sie positiv denken, wenn sich das Leben
> nicht verbessert?

> - Da siehst du, es hat sich ja ein geschlossener Kreis ergeben. Ihr wählt
> jedes Mal, wohl die besten von Leuten, aber, sobald sie gewählt sind,
> stellt ihr sie sofort als Schlimmsten fest.

> - Wie kommt man denn konkret aus diesem Teufelskreis heraus?

> - Ein besseres Verfahren, als Anastasia vorgeschlagen hat, gab es nicht
> in den vergangenen fünftausend Jahren und ist in der überschaubaren
> Zukunft nicht abzusehen.

> - Was meinen Sie?

> - Das Land.

> - Sie sagte aber, dass man nicht weniger als ein Hektar Land jeder
> Familie, die es sich wünscht, geben solle. Geben für eine lebenslange
> Nutzung zur Einrichtung eines eigenen Familienlandsitzes. Und über die
> Abgeordneten sagte sie nichts.

> - Ja, stimmt. Jeder Familie, die es sich wünscht. Haben denn die
> Abgeordneten keine Familien?

> - Doch.

> - Also, vielleicht, beginnt man auch mit ihnen?

> - Das Volk wird sagen: Die sind ganz frech geworden, die Privilegien
> genügen ihnen nicht.

> - Es ist notwendig, dem Volk zu erklären, für wen das gemacht wird. Es
> ist notwendig, dem Volk klarzumachen, im welchen Fall Gesetze erscheinen
> können, die das Volk erwartet.

> - Und wie soll man ihnen Land geben? Aus allgemeinem oder privilegiertem
> Grund?

> - Aus allgemeinem und nicht ganz. Jeder Abgeordneter soll nicht weniger
> als hundertfünfzig Hektar Land bekommen, wo eine Siedlung des neuen Typs
> gebildet werden muss. Gegründet auf Prinzipien, von denen Anastasia
> sprach. Von den hundertfünfzig Hektar kann das lebenslange Eigentum des
> Abgeordneten aus einem Hektar bestehen, wenn er eine kleine Familie hat
> und deren Vergrößerung nicht vorzusehen ist. Wenn der Abgeordneter Kinder
> hat, die eigene Familien gebildet haben, und ihre Kinder sich auch eigene
> Landsitze zulegen möchten, so ist es erforderlich auch für die
> Kinderfamilien je ein Hektar einzuteilen. Auf diese Weise kann ein
> Deputierter ein Hektar, drei oder fünf abhängig von der Größe seiner
> Familie bekommen.

> - Und wohin mit den anderen Hektars? Sie sprachen doch von
> hundertfünfzig.

> - Dreißig Prozent der übrigen kann er benutzen zur Verteilung an
> denjenigen, wie er’s sich wünscht. Auf die übriggebliebenen sollen Leute
> aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten - Militärpersonen,
> Wissenschaftler, Künstler, Unternehmer angesiedelt werden. In jeder
> Siedlung sollen unbedingt ein oder zwei Hektar den Kindern aus einem
> Kinderheim, den Flüchtlingen zugewiesen werden. In einer Siedlung aber
> darf das Land nicht zwei Abgeordneten überlassen werden.

> - Und was denn? Wenn jeder Abgeordnete einen eigenen Landsitz haben
> würde, verbessern sich sofort Gesetze?

> - Natürlich, sie werden sich bessern. Im Staat werden allerweiseste
> Gesetze auf der Welt erscheinen.

> - Auf wessen Rechnung?

> - Zurzeit verbringen die Abgeordneten in ihren Arbeitszimmern und in
> Sitzungen einen großen Zeitabschnitt, losgelöst vom Volk. Zurzeit bekommen
> sie keine Dankbarkeit für gute Gesetze oder Tadel für schlechte. Zurzeit,
> folgend dem natürlichen Wunsch, streben sie nach materiellem Wohlergehen
> für ihre Familie. Wenn ihre Abgeordnetenvollmachten zu Ende sind, können
> sie den Wohnort wechseln, in eine andere Stadt oder sogar in ein anderes
> Land umziehen, wo niemand ihnen Vorwürfe machen oder sie im Fall einer
> Verletzung der allgemeingültigen Normen verfolgen wird. Das Wechsel eines
> Wohnortes oder Staates wird ihren Wohlstand nicht beeinflussen. Überall
> kann man, wenn man Geld hat, Obdach, Produkte, Kleidung erwerben. Es ist
> aber unmöglich, Familienlandsitz, Heimat für Geld zu erwerben. Zurzeit ist
> der Begriff von Heimat entstellt. Als Heimat nennt man Territorium, das
> durch Grenze von jemand bedingt worden ist. Dabei fängt doch die Heimat
> immer mit Familienland an und breitet sich aus um die Größe der gleichen
> dir im Geiste Menschen. Jene, wer eigene Landsitze herzurichten beginnt,
> erhalten Ewigkeit und Heimat. Der Verlust des Familienlandsitzes ist
> Verlust der Ewigkeit und Heimat. Das ist die allergrößte Tragödie für die
> Familie. Nicht Gesetze, Moral werden einen Abgeordneten vor falschen
> Beschlüssen bewahren, sondern Familienlandsitz. Und das Geld für Leute,
> die Heimat haben, hört auf wichtig zu sein. Nur in einem Familienlandsitz
> kann der Mensch einen nötigen Nährkomplex erhalten, darunter auch für die
> Arbeit des Gehirns. Das ist doch sehr wichtig für Leute, die viel zu
> denken haben. Die Sitzungen der Staatsduma sollen maximal drei Tage die
> Woche stattfinden. Die Restzeit müssen sie auf eigenem Familienlandsitz
> verbringen. Dort werden sie nachsinnen. Dort wird der Hauptprozess des
> Gesetzschaffens stattfinden. Die Ehefrauen der Abgeordneten dürfen nicht
> an irgendwelchen Werken arbeiten, die nicht mit der Tätigkeit ihres
> Mannes-Abgeordneten verbunden sind. Der Landsitz der Familie wird
> wenigstens auf Zeit den Abgeordneten beschützen vor dem
> Informationseinfluss der künstlichen Welt - der künstlichen Information.
> Wird dem Denkprozess verhelfen. In den Köpfen großer Philosophen
> entstanden große Gedanken unter den Bedingungen der Einsamkeit, und nicht
> im Moment ihrer öffentlichen Auftreten.

> - Und wenn ein Teil von Abgeordneten es nicht möchte, das Land zu nehmen
> und darauf den eigenen Familienlandsitz aufzubauen?

> - Sodann sind wir nun zur Wahlen der Volksauserwählten gekommen. Wenn
> jemand von den Abgeordneten keinen Familienlandsitz schaffen möchte, darf
> ihn das Volk nicht für nächste Periode wählen. Er ist zwar ein Bürger des
> Staates, wo er gewählt wurde, in der Tat aber ist er - Ausländer. Er
> braucht diese Heimat nicht. Und wenn man noch von ihm so schöne Worte
> spricht, wird er in Wirklichkeit dem Volk durch seine Tätigkeit nichts
> Gutes bringen.

> - Wissend jedoch davon, dass die Wähler den Kandidaten bevorzugen werden,
> die ihre eigene Familienlandsitze haben, werden manche Abgeordneten Land
> nehmen, Häuser-Paläste für sich, Tennisplätze, Ziegelzäune dort
> zusammenbauen und werden keinen Wald, keinen Garten pflanzen, keine
> lebendige Umzäunung, wie Anastasia sagte, was dann?

> - Dann zeigen sie ihr Wesen. Auch in diesem Fall schaffen es Leute, eine
> richtige Wahl zu treffen. Weißt du, warum sich bei jedem in Russland der
> Vatersname eingebürgert hat? Noch früher in Russland, sich selbst nennend,
> sagte ein Mensch: Ich bin Iwan aus dem Landsitz Nikitas, nennend den Namen
> seines Vaters oder Großvaters - des Gründers des Familienlandsitzes. Also,
> der Landsitz war durch irgendwas berühmt gewesen. Den nennend, sprach der
> Mensch am vollständigsten vom sich, von seinem Charakter und Fähigkeiten.
> Derjenige, wer seinen Landsitz nicht mit Stolz angeben konnte, zählte als
> vaterlandslos.

> Je mehr Anastasias Großväterchen von Familienlandsitzen sprach, desto
> stärker zeichnete sich in meinem Bewusstsein ein fröhliches Bild der
> Zukunft des Staates ab. Stellt ihr euch nun vor. Stellt vor!
> Dreihundertsechzig Deputierten der Staatsduma nehmen jeder je
> hundertfünfzig Hektar Land und organisieren dreihundertsechzig
> wunderschöne Siedlungen des neuen Typs. Jeder von ihnen zeigt nicht nur
> mit Worten, sondern in Wirklichkeit, wozu er fähig ist.

> Und in Russland werden die ersten dreihundertsechzig Oasen erscheinen, wo
> Russlandsbürger unter menschlichen Bedingungen zu leben beginnen. Dann
> werden diese Abgeordneten Gesetze erlassen. Und, natürlich, kein Gesetz
> wird durchgehen, das Ökologie schadet.

> Sie werden Gesetze schreiben, die tatsächlich jedem Bürger das Recht auf
> Erhalten eines eigenes kleines Vaterlandstückchen garantieren. Sie werden
> Wache stehen auf solches Recht, weil auch sie ihre eigene Heimat haben
> werden.

>

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